Pama, Deutsch Jahrndorf: Grenzverkehr unter Beobachtung

Erste Maßnahmen werden gesetzt: Kennzeichenerfassung via Videotechnik.

Erstellt am 14. Januar 2022 | 05:43
Lesezeit: 2 Min
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Seit der Fertigstellung der Fahrbahn zwischen Deutsch Jahrndorf und der Staatsgrenze (L202) im Jahr 2019 sind die Einwohner der beiden Gemeinden mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen konfrontiert.
Foto: Jahn

Das gemeinsame Ziel der beiden Gemeinden Pama und Deutsch Jahrndorf sowie der gemeindeübergreifenden Bürgerinitiative von Heidi Horvath und Johannes Hafner ist, eine für alle Beteiligten zufriedenstellende Lösung zu finden. Denn der Unmut über die laut Anrainer „enorme Verkehrsbelastung“ ist groß.

„Es ist aber wirklich höchste Eisenbahn, das Verkehrsaufkommen am vergangenen Sonntag war wieder enorm“ Manfred Bugnyar

Konstruktive Gespräche und Videokonferenzen mit dem zuständigen Landesrat Heinrich Dorner (die letzte fand am 20. Dezember statt) bringen langsam, aber sicher Schwung in den Fall „Grenzverkehr“. „Uns ist bewusst, dass das alles Zeit braucht, dass das ein längerer Prozess ist. Aber wir sind optimistisch, dass wir bald eine Lösung beziehungsweise ein positives Ergebnis erzielen werden und das dann auch rasch umsetzen können“, fasst Bürgermeister Manfred Bugnyar (Pama) zusammen. „Es ist aber wirklich höchste Eisenbahn, das Verkehrsaufkommen am vergangenen Sonntag war wieder enorm“, betont Bugnyar.

Bei der letzten Konferenz Ende des Jahres 2021 wurde folgende Vorgehensweise vereinbart: Die Abteilung 5 - Baudirektion stellt in einem ersten Schritt den Antrag auf Einschränkung am Grenzübergang bei der Bezirkshauptmannschaft Neusiedl.

Weiters wird ein verkehrstechnisches Gutachten für das sogenannte Ermittlungsverfahren erstellt. Für diese notwendige Maßnahme wird eine automatisierte Videotechnik zum Einsatz kommen (automatische Kennzeichenerfassung über die Dauer von circa 14 Tagen). „Nach erfolgter Videoanalyse und Fertigstellung des Gutachtens kommt das Behördenverfahren hoffentlich in unserem Sinne zum Abschluss“, heißt es in der Bürgerinfo „Pama Aktuell“.

„Dieses Konzept soll dann im ganzen Bundesland vereinheitlicht werden.“ Gerhard Bachmann

Das vorrangige Ziel sei, den Verkehr auf Pendler zwischen Österreich und Ungarn zu beschränken und so eine Entlastung der Gemeinden zu bewirken. „Der Verkehr an den kleinen Grenzübergängen soll auf regionalen Grenzverkehr reduziert werden - Übertritt nur für Tagespendler und jene, die auch in der Region wohnen.

Die Durchzugsrouten sollen ausschließlich über die großen Grenzübergänge - Autobahnen und Bundesstraßen - führen“, konkretisiert Landtagsabgeordneter und Bürgermeister Gerhard Bachmann (Deutsch Jahrndorf). „Dieses Konzept soll dann im ganzen Bundesland vereinheitlicht werden.“