Gattendorf: Wechsel von Ranits zu Kovacs

Erstellt am 04. Oktober 2022 | 06:34
Lesezeit: 2 Min
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Neu im höchsten Amt der Gemeinde: Robert Kovacs (SPÖ).
Foto: BVZ
Dieser Wahlsonntag brachte Gattendorf einen eindeutigen Sieg für die SPÖ.

Eine große Überraschung gab es diesen Wahlsonntag in der Gemeinde Gattendorf: der amtierende Bürgermeister, Thomas Ranits, (ÖVP) wird von seinem bisherigen Vize, Robert Kovacs (SPÖ) abgelöst.

Und auch bei der Gemeinderatswahl war die SPÖ klarer Sieger. Diese bekamen 9,6% der Stimmen mehr als noch 2017. Damit halten sie jetzt zehn Sitze im Gemeinderat. Die bisher größte Partei, die ÖVP, verliert 2,7%, damit ein Mandat und hat somit nur mehr acht.

Die Freiheitliche Partei trat 2022 nicht an. Die „Liste Gattendorf“ (LiGa) kann ihr Mandat halten und einen leichten Stimmenzuwachs von 0,8% verbuchen.

Bei der Bürgermeisterwahl wurde im Vorfeld mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Ranits und Kovacs gerechnet. Deshalb kam es unerwartet, dass Robert Kovacs mit 55,6% im Vergleich zu den 41% von Thomas Ranits deutlich gesiegt hat. Der Frischgebackene Bürgermeister, Robert Kovacs, strahlt aufgrund des Resultats vor Glück. Er gesteht, dass er selbst mit einem knapperen Rennen gerechnet hat:

„Eine hervorragend gelaufene Wahl und in diesem Ausmaß habe ich selber nicht damit gerechnet. Ich bin sehr demütig und natürlich auch sehr erfreut. Und es freut mich auch für die SPÖ selbst wegen der zwei zusätzlichen Mandate, die wir erreichen konnten.“

Er betont zusätzlich eine positive Zusammenarbeit mit allen Fraktionen anzustreben und meint: „Ich werde die andere Parteien auch in Entscheidungsprozesse einschließen und gute Ideen gerne aufnehmen. “

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Thomas Ranits sitzt nicht mehr im Bürgermeistersessel (ÖVP).
Foto: BVZ

Der seit Ende letzten Jahres amtierende Bürgermeister Ranits muss nun Platz machen für Kovacs. Dazu, wie es politisch für ihn ab sofort weitergeht, meint er ruhig: „Das wird erst in einer Sitzung entschieden. Ich bedanke mich bei meinen Wählerinnen und Wählern.“

Er führt auch auf die Frage nach einem Statement zu dem Ergebnis aus: „Aufrechte Demokraten akzeptieren demokratische Ergebnisse.“