Wien

Erstellt am 01. Februar 2019, 04:35

von BVZ Redaktion

Walter Renner: 36 Jahre beim Opernball. Nach 36 Jahren hinter den Kulissen – davon 21 als technischer Leiter – tritt der Salmannsdorfer Walter Renner nach dem diesjährigen Event seinen Ruhestand an.

Hinter den Kulissen. Walter Renner aus Salmannsdorf war 36 Jahre mit dem Opernball beschäftigt – nach dem heurigen wird er in den Ruhestand gehen.  |  Franz Baldauf/Werner Müllner

Noch knapp vier Wochen sind es noch bis zum Wiener Opernball, und es gibt einen, der schon jetzt nur den „Ball der Bälle“ im Kopf hat: Walter Renner aus Salmannsdorf (Bezirk Oberpullendorf). Er organisiert den Auf- und Abbau für den „Ball der Bälle“ in der Wiener Staatsoper.

. „Ich war 36 Jahre dabei, und davon 21 als technischer Leiter“, führt Renner aus. Damit war er bei mehr als der Hälfte der bisherigen Opernbälle dabei – denn 63 Mal ging dieser bereits über die Bühne. „Es gab sechs Opernball-Ladys, und mit fünf habe ich auch zusammengearbeitet – nur mit der Gräfin Schönfeldt nicht“, erinnert er sich.

 „Es hat sich ständig etwas verändert“

 Der Ball habe sich in diesen fast vier Jahrzehnten gewaltig verändert, erzählt er weiter. „Die erste Riesenveränderung waren die neu gestalteten Bühnenlogen. Vorher gab es das nicht“, erinnert er sich.

Diese wurden 1986 erstmals aufgebaut, damit wurden 42 zusätzliche Logen und 22 zusätzliche Galerien geschaffen. Ein weiterer Meilenstein waren dann die zusätzlichen Sitzmöglichkeiten, die in den 1990er- bzw. 2000er-Jahren geschaffen worden sind. Auch die Garderoben wurden ausgelagert, hier wird ein Zelt „angedockt“, um dafür Platz bieten zu können. „Mit Desi Treichl-Stürgkh haben wir dann den ‚Red Carpet‘ erfunden“, führt Renner weiter aus. „Im Haus hat sich ständig etwas verändert.“

Bis etwa Mitte Feber ist der Ablauf des Balls finalisiert und von Anfang bis Ende durchgeplant. „In der Woche des Balls wäre das alles natürlich zu spät“, erklärt Walter Renner. Mit den Behörden muss ebenfalls alles unter Dach und Fach sein. Auch mit den Unternehmen, die am Opernball tätig sind, setzt er sich auseinander.

 Heuer gibts ein Lebkuchenhaus

 „Heuer wird es am Opernball das Lebkuchenhaus aus der Oper ‚Hänsel und Gretel“ geben“, verrät er. Das Lebkuchenhaus muss von einem Tischler zusammengebaut werden, der Mariazeller Lebkuchen wird in Platten vorgearbeitet und dann montiert. „Der Bäcker kann ja nicht in der Staatsoper zu backen anfangen“, schmunzelt der Salmannsdorfer.

Unter den vielen Debütanten, die im Laufe der Jahre den Opernball eröffnet haben, waren auch die beiden Töchter von Walter Renner. „Sie möchten das nicht missen. Ich würde das nicht machen, ich bin lieber hinter den Kulissen.“