Hagel hinterließ große Schäden

Ein starker Hagelschauer ging am Samstag in Teilen des Bezirks nieder. In Deutschkreutz, Horitschon und Neckenmarkt entstanden massive Schäden in den Weingärten.

Redaktion BVZ.at Aktualisiert am 04. August 2021 | 12:50

Im Vergleich zu anderen Bundesländern ist das Burgenland in den vergangenen Wochen von extremen Unwettern verschont geblieben. Am Samstagnachmittag traf jedoch ein Hagelschauer mit voller Wucht das Herz des Blaufränkischlandes. „Insgesamt entstand so ein Gesamtschaden von einer Million Euro in der Landwirtschaft. Für zahlreiche Winzer ein doppelt-eisiges Unglück, denn diese Region war im heurigen Jahr bereits vom Spätfrost Ende April stark betroffen“, erzählt der zuständige Landesleiter der österreichischen Hagelversicherung Günther Kurz bei einem Lokalaugenschein in Unterpetersdorf. Am stärksten betroffen sind die Wein- und Agrarflächen in den Gemeinden Deutschkreutz, Horitschon und Neckenmarkt (insgesamt 1.000 Hektar). Das volle Ausmaß der Verluste wird jedoch erst in den kommenden beiden Wochen sichtbar, wenn sich die beschädigten Trauben verfärbt haben.

Die Winzer werden nun in den kommenden Tagen mit der Pflege der beschädigten Rebstöcke beschäftigt sein. „Das Blaufränkischland ist eines der bedeutendsten Weinbaugebiete Österreichs. Auch wenn zahlreiche Winzer im heurigen Jahr doppelt geschädigt wurden, geben wir unser Bestes, um die Kunden auch zukünftig mit qualitativ hochwertigen Weinen zu versorgen“, so Johannes Forauer, Geschäftsführer der Winzervereinigung Eichenwald Weine aus Horitschon.

Günther Kurz und Johannes Forauer sind sich einig, dass die heftigen Unwetter der vergangenen Wochen ein eindeutiges Zeichen für den fortschreitenden Klimawandel sind. „Die Natur ist unsere Werkstatt. Am Samstag wurde innerhalb von Minuten, die Arbeit eines Jahres zerstört. Doch zum Glück gibt es in solchen Fällen eine Ernteversicherung, die ich als Notwendigkeit für jeden landwirtschaftlichen Betrieb sehe“, meint Winzer Franz Strass.

Durch Frost, Hagel und Dürre entstand in der burgenländischen Landwirtschaft heuer bereits ein Gesamtschaden von 12 Millionen Euro.