Frankenau-Unterpullendorf: Da waren es nur noch 2

Erstellt am 04. Oktober 2022 | 17:11
Lesezeit: 3 Min
Paul Fercsak und Angelika Mileder
Freut sich über einen Stimmenzugewinn. Paul Fercsak. (SPÖ, links). Muss sich der Stichwahl stellen. Angelika Mileder (ÖVP, rechts).
Foto: BVZ
Am 23. Oktober treten Angelika Mileder (ÖVP) und Paul Fercsak (SPÖ) in der Stichwahl gegeneinander an.

Da keiner der vier Bürgermeisterkandidaten mehr als 50 Prozent der Stimmen einheimsen konnte, wird sich erst am 23. Oktober entscheiden, wer in den kommenden fünf Jahren das Amt des Bürgermeisters innehaben wird. Die amtierende Bürgermeisterin Angelika Mileder (ÖVP) erreichte mit 42,4 Prozent zwar die meisten Stimmen, muss aber einen Verlust von 22,7 Prozent sowie im Gemeinderat von vier ÖVP-Mandaten und somit der absoluten Mehrheit hinnehmen.

„Ich habe mit einem Stimmenverlust gerechnet, aber nicht mit einem so hohen. Wir haben viel in allen Ortsteilen umgesetzt und viel Energie investiert. Es waren zahlreiche große Projekte dabei und trotzdem haben wir es geschafft, wirtschaftlich gut da zu stehen, deswegen bin ich über den Wahlausgang schon enttäuscht. Nichtsdestotrotz möchte ich positiv in die Zukunft schauen und die Stichwahl gewinnen, um unter dem Motto ‚Gemeinsam für unsere Gemeinde‘ die Gemeinde zukunftsfit zu machen. Ich hoffe, dass durch den Einzug einiger neuer Gemeinderäte auch frischer Wind und Frieden zwischen den Ortsteilen einkehren wird“.

Paul Fercsak (SPÖ) erreichte mit 31,2 Prozent die zweitmeisten Stimmen und rittert mit Mileder um das Ortschefamt. „Im Gegensatz zur ÖVP, die nicht so konstruktiv mit den anderen Parteien zusammengearbeitet hat, konnten wir Stimmen gewinnen. Damit bin ich zufrieden. Dieses Mal gab es mit vier Fraktionen eine spezielle Konstellation und die neuen Listen haben die unzufriedenen Wähler von der ÖVP abgeerntet“, so Fercsak, der meint, die Wähler in den vergangenen 15 Jahren durch konstruktive Arbeit überzeugt zu haben.

„Ich bin ein Teamplayer und kann Leute motivieren, sich für eine Sache einzusetzen, daher wäre ich der Richtige für das Bürgermeisteramt. Ich hoffe, dass ich die Stichwahl für mich entscheiden und mich als Bürgermeister – auch ohne Mehrheit im Gemeinderat – für die Gemeinde einsetzen kann“.

Die Freie Bürgerliste mit Spitzenkandidat Vinzenz Mörk, zieht mit zwei Mandaten in den Gemeinderat ein. „Das Wahlergebnis ist super. Dass die ÖVP so viele Stimmen verloren hat, bestätigt, dass etwas falsch gelaufen ist. Ich habe mir zwei Mandate erhofft und diese auch erreicht. Wir möchten nun auf die Wirtschaftlichkeit der Gemeinde achten. Dadurch, dass keiner mehr die Mehrheit hat, ist ein Drüberfahren nicht mehr möglich“, so Mörk.

Ebenso über zwei Mandate kann sich Philip Juranich, Spitzenkandidat der Liste Mi Skupa - Miteinader freuen: „Der Zuspruch war in allen Ortsteilen gut. Ich bin sehr zufrieden. Dadurch, dass keine Partei mehr die Mehrheit hat, haben wir unser Ziel erreicht. Die Parteien müssen in Zukunft nun auf gleicher Ebene arbeiten. Diese Wahl hat gezeigt, dass eine Veränderung gewünscht wird. Für den ersten Antritt sind zwei erreichte Mandate ein gutes Ergebnis. Wir müssen nun das Vertrauen unseren Wählen zurückgeben. Ich bin sicher, dass wir das schaffen werden und freue mich bereits darauf“.