Deutschkreutz

Erstellt am 13. Februar 2019, 05:05

von BVZ Redaktion

A3-Verlängerung wird gefordert. Sowohl ÖVP als auch Liste Burgenland und SPÖ Deutschkreutz sind sich einig: Das Mittelburgenland soll beim möglichen Ausbau der A3 miteingebunden werden.

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Nach Bekanntwerden der Ausbaupläne der ungarischen Autobahn M85 bei Sopron bis hin zur österreichischen Staatsgrenze werden erste Forderungen laut, die sich daraus ergebenden Möglichkeiten für das Mittelburgenland zu verwerten. Die neue Autobahn soll von Györ über Sopron bis zur Grenze führen. Sie ist insgesamt rund 110 Kilometer lang und soll von der westungarischen Stadt Györ bis zur Staatsgrenze bei Sopron führen. Der Anschluss der A3 bis zur Grenze fehlt allerdings und diesen soll es ohne Zustimmung der Bevölkerung laut Landesrat Hans Peter Doskozil (SPÖ) auch nicht geben.

„Dieses Infrastrukturprojekt betrifft alle Gemeinden im östlichen Mittelburgenland. Deshalb wollen wir in dieser Frage eine enge Zusammenarbeit anstreben“

„Die Erweiterung der M85 bietet die Chance, die Verkehrsinfrastruktur im Mittelburgenland nachhaltig zu verbessern. Dazu braucht es auch eine Klärung unter Einbeziehung aller Betroffenen, wie ein verträglicher Lückenschluss zur A3 hin erfolgen kann. Viele Gemeinden im Mittelburgenland, darunter Deutschkreutz, würden massiv davon profitieren“, so der für die Verkehrsagenden in Deutschkreutz zuständige Vizebürgermeister Andreas Kacsits. Dabei baut die ÖVP Deutschkreutz auf die Zusammenarbeit mit den anderen Gemeinden.

„Dieses Infrastrukturprojekt betrifft alle Gemeinden im östlichen Mittelburgenland. Deshalb wollen wir in dieser Frage eine enge Zusammenarbeit anstreben“, so Kacsits. Auch ÖVP-Landtagsabgeordneter Patrik Fazekas fordert, dass das Mittelburgenland eine gewichtige Stimme in der Entscheidungsfindung zur A3-Verlängerung bekommen soll.

Deutschkreutz‘ Bürgermeister Manfred Kölly begrüßt natürlich den Ausbau der ungarischen Autobahn. „Die A3-Verlängerung gehört so rasch als möglich ausgebaut und mit Lärmschutzmaßnahmen abgesichert. Von Müllendorf bis Klingenbach gehören entweder ein Tunnel oder Lärmschutzwände installiert, die Asfinag muss Sofortmaßnahmen treffen. Dahingehend wird es im März einen Antrag im Landtag von der Liste Burgenland geben“, so Kölly. Laut Kölly wurde bereits vor Jahren ein Antrag über die A3-Verlängerung von der Liste Burgenland im Landtag eingebracht.

„Eine Lösung der Verkehrsproblematik in Sopron und eine Verlängerung der A3 ist für die Deutschkreutzer Bevölkerung sowie die Nachbargemeinden im Sinne einer raschen Anbindung an Eisenstadt und die Bundeshauptstadt Wien essenziell."

Markus Neuhold, stellvertetend für die SPÖ Deutschkreutz dazu: „Eine Lösung der Verkehrsproblematik in Sopron und eine Verlängerung der A3 ist für die Deutschkreutzer Bevölkerung sowie die Nachbargemeinden im Sinne einer raschen Anbindung an Eisenstadt und die Bundeshauptstadt Wien essenziell. Die Verlängerung der A3 wird daher aus Deutschkreutzer Sicht sehr positiv gesehen und begrüßt. So ein großes Infrastrukturprojekt muss aber natürlich auch vom Konsens der Betroffenen getragen werden. Seitens der SPÖ Deutschkreutz wurden bereits entsprechende Gespräche geführt und wir sind sehr zuversichtlich bezüglich einer pragmatischen und gangbaren Lösung.“