Photovoltaik statt Krematorium. Firma Conversio hat Kaufanbot für Standort des geplanten Krematoriums im Gewerbepark gelegt.

Von Isabella Kuzmits. Erstellt am 14. Januar 2020 (10:13)
Symbolbild
Gemeinde St. Valentin

Mit 10. Jänner endete die vom bayrischen Krematoriums-Projektanten, Trauster GmbH, gesetzte Frist für den Verkauf jenes Grundstücks im Gewerbepark, auf dem die Errichtung des Krematoriums geplant gewesen wäre. Schon Mitte November hatte die Bürgerinitiative gegen das Krematorium erklärt, dass man ein Unternehmen aus Kärnten gefunden habe, dass das Grundstück kaufen wolle. Am 10. Jänner ist nun tatsächlich ein Kaufanbot für den Grund von der Firma Conversio GmbH aus Kärnten, die auch in Neckenmarkt ansässig ist, an die Trauster GmbH ergangen. Dies bestätigte auch Robert Hartl von der Trauster GmbH. Der Vertrag soll noch diese Woche unterzeichnet werden. „Der Wille der Bürger hat sich durchgesetzt“, so Hartl. Nachdem sich das Projekt in Deutschkreutz bereits mehrere Jahre in die Länge gezogen habe, habe man ein Alternativ-Projekt in Deutschland (Mecklenburg) vorbereitet. Man warte dort gerade auf die Genehmigungen und werde dann dort ein Krematorium errichten.

Auf dem Grundstück im Gewerbepark soll nun ein Teil einer großflächigen Photovoltaikanlage errichtet werden. Die geplante Anlage könnte mit einer Leistung von bis zu zwei Megawatt rund 800 Haushalte mit Strom versorgen und wäre damit die größte Photovoltaikanlage im Bezirk und eine der größten im Burgenland. Als Partner für Photovoltaik und erneuerbare Energietechnologien will die Conversio-Gruppe mit diesem Vorhaben ein Zeichen für umweltschonende, erneuerbare Energien setzen und verstärkt im Burgenland tätig werden.

„Die Firma Conversio hat sich bei uns noch nicht gemeldet. Ich würde mich aber darüber freuen. Grundsätzlich heiße ich alle Firmen in Deutschkreutz willkommen“, meint Bürgermeister Manfred Kölly.

„Nachdem seitens des Bürgermeisters in Sachen ‚Errichtung eines Krematoriums in Deutschkreutz‘ eine Bürgerbefragung verhindert wurde, freuen wir uns besonders, stattdessen gemeinsam mit der Conversio GmbH ein nachhaltiges Umweltprojekt für die Region initiiert zu haben“, heißt es seitens der Bürgerinitiative.