Unterrabnitz-Schwendgraben: SPÖ erobert den Bürgermeistersessel

Erstellt am 05. Oktober 2022 | 16:11
Lesezeit: 2 Min
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Stießen auf den Wahlerfolg an. SPÖ-Spitzenkandidat Franz Schiefer (3.v.r.) undsein Team feierten auf der Terrasse des Gasthauses Lang.
Foto: Priedl
Auch zwei Mandate wanderten zur SPÖ. Der künftige Ortschef Franz Schiefer wird aber ohne Mehrheit regieren müssen.

„Es ist ein grandioses Ergebnis und es war sehr überraschend. Ich kann es noch gar nicht richtig realisieren“, so der zum neuen Bürgermeister gewählte Franz Schiefer in einem ersten Statement am Wahltag. „Unser Ziel war, ein Mandat zurückzugewinnen, nun haben wir zwei Mandate gewonnen und stellen auch den Bürgermeister. Danke an das gesamte Team und die gute Zusammenarbeit.“

Die SPÖ erreichte ein Plus von 15,8 Prozent. Trotz der zwei gewonnenen Mandate behält die ÖVP aber knapp die Mehrheit im Gemeinderat, wo es nun 7:6 steht. Während die ÖVP im Ortsteil Schwendgraben mit 65 Prozent der Stimmen die Nase weiter vorne hat, musste man im Ortsteil Unterrabnitz ein Minus von 20 Prozent hinnehmen und rasselte von 65,9 Prozent hinunter auf 45,9 Prozent.

Hauptgrund für die Verluste dürften vermutlich parteiinterne Diskrepanzen zwischen Bürgermeister Franz Haspel, der am 2. Oktober nicht mehr kandidiert hatte, und dem Rest der Fraktion gewesen sein. Haspel hatte bereits im Juni davon gesprochen, dass eine ehrliche und offene Zusammenarbeit nicht mehr funktioniere und ein starkes Vertrauensverhältnis in der eigenen Fraktion nicht gegeben sei, was ÖVP-Gemeindeparteiobmann Martin Maschler damals bestätigte.

Für eine Stellungnahme zum aktuellen Wahlergebnis konnte die ÖVP trotz intensiver Bemühungen bis dato nicht erreicht werden.