1.308 Flüchtlinge in einer Woche, Verfolgungsjagd mit Schlepper

Erstellt am 22. September 2022 | 05:55
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Polizei Symbolbild
Foto: BilderBox.com, Wodicka
Schlepper floh im Bezirk Oberpullendorf mit 110 km/h gegen Einbahn vor der Polizei.

1.308 Menschen, die illegal über die ungarische Grenze ins Mittelburgenland gekommen sind, sind allein in der Vorwoche von Polizei und Bundesheer aufgegriffen worden. Zwölf Migranten befanden sich in jenem Fahrzeug, das die Polizei am Donnerstag nach einer rasanten Verfolgungsjagd durch den Bezirk, in Markt Sankt Martin stoppen konnte.

Gegen 4.30 Uhr war dieses der Schlepperei verdächtigte Fahrzeug mit französischem Kennzeichen über die Grenze gekommen. Als der 26-jährige französische Lenker die nachfolgende Polizeistreife bemerkte, beschleunigte er sein Fahrzeug und versuchte zu flüchten. Dabei fuhr er mit bis zu 110 km/h durch das Stadtgebiet von Oberpullendorf gegen eine Einbahn.

In weiterer Folge fuhr der Schlepper auf die Schnellstraße S31 Richtung Neutal auf und erhöhte seine Geschwindigkeit auf bis zu 180 km/h. Schließlich hielt er sein Fahrzeug auf der B62 in Fahrtrichtung Deutschkreutz in einer Parkbucht an und setzte seine Flucht zu Fuß fort. Im Fahrzeug fanden die Beamten 12 Migranten vor, die einen Asylantrag stellten. Dank Fahndungsmaßnahmen konnte der Schlepper kurz später in Markt Sankt Martin festgenommen werden.

Schon in der Nacht kam es im Andau erneut zur Verfolgung eines Schlepperfahrzeuges. Ein 43-jähriger ukrainischer Schlepper versuchte, sich mit weit überhöhter Geschwindigkeit einer Polizeikontrolle an der Grenzübergangstelle Andau zu entziehen – er konnte in Tadten angehalten werden. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurden beide Schlepper in die Justizanstalt Eisenstadt überstellt.

„Dank des umsichtigen Handelns der burgenländischen Polizistinnen und Polizisten ist bei den halsbrecherischen Fahrten dieser Schlepper kein Mensch zu Schaden gekommen“, so Innenminister Gerhard Karner. „Aber beide Fälle zeigen einmal mehr: Schlepper nehmen auf Menschenleben keine Rücksicht. Wir werden deshalb den Kampf gegen diese Form der organisierten Kriminalität mit aller Konsequenz fortsetzen.“