Deutschkreutzer Fernwärme-Erneuerung als „riesige Herausforderung“

Erstellt am 13. Mai 2022 | 05:08
Lesezeit: 2 Min
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Mit den Ausbau-Plänen. Fernwärme-Geschäftsführer Manfred Kölly hofft auf eine weitere Beteiligung der Gemeinde. Weitere kleinere Heizwerke sind angedacht, um Wärmeverluste zu vermeiden.
Foto: BVZ
In die Bio-Fernwärme Deutschkreutz wird bis zu einer Million Euro investiert.

Aufgrund der Pandemie und dem Ukraine-Konflikt melden sich viele Leute bei den beiden Bio-Fernwärme-Geschäftsführern Manfred Kölly und Robert Hammerl, um das Angebot einer klimafreundlichen Heizungs- beziehungsweise Wärmemöglichkeit anzunehmen und somit unabhängiger von Gas zu werden: „In Zeiten wo Energie eine massive Teuerungswelle erlebt und für einige Bevölkerungsschichten nicht mehr erschwinglich ist, sehen wir uns als Betreiber gefordert, so rasch wie möglich den Wünschen der Bevölkerung nachzukommen“, so Kölly.

In diesem und im nächsten Jahr sollen 800.000 bis einer Million Euro in die alte Anlage in der Friedhofsgasse investiert werden, um die notwendigen Kapazitäten zu schaffen und die Technik zu erneuern. „Eine riesige Herausforderung, da in der aktuellen Situation Grabungsarbeiten beziehungsweise bauliche Maßnahmen schwierig umzusetzen sind, weil die Preise derzeit nicht kalkulierbar sind“, schildert Kölly.

Seitens der Gemeinde, diese besitzt 25 Prozent Anteile, informiert Bürgermeister Andreas Kacsits: „Der Gemeinderat wird über eine weitere Beteiligung oder über den Verkauf der Anteile abstimmen.“

Angesichts des Mangels an Fachkräften für die Errichtung solcher Anlagen und Anschlüsse wirft Kölly der Politik ein Versäumnis vor, diese nicht ausgebildet, wertgeschätzt und honoriert zu haben. „Wir sind aber dennoch sehr positiv gestimmt, heuer noch einige Anschlüsse in diversen Straßen zu installieren und das Netz dichter gestalten zu können“, erzählt Kölly.