Widerstand war nicht zwecklos. Über das Aus des Krematoriums-Projekts in Deutschkreutz.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 15. Januar 2020 (04:06)

Das geplante Krematorium im Deutschkreutzer Gewerbepark ist nach Monaten massiven Widerstands aus Teilen der Bevölkerung – Unterschriftenaktion, Einschalten des Bürgeranwalts, etc. – nun Geschichte. Die deutsche Betreiber-Firma hatte eine Frist bis 10. Jänner für den Wiederverkauf ihres Grundstücks im Gewerbepark gesetzt. Genau an diesem Tag trudelte ein Kaufanbot der Kärntner Firma Conversio mit Sitz in Neckenmarkt ein, die das Grundstück zur Errichtung eines Teils einer Photovoltaik-Anlage nutzen will.

Die Bürgerinitiative Blaufränkischland hatte sich bereits bei der Bürgerversammlung Anfang November für einen Wieder-Verkauf des Grundstücks stark gemacht und dann Mitte November erklärt, dafür ein Kärntner Unternehmen gefunden zu haben. Nun freut man sich darüber, anstatt des Krematoriums ein nachhaltiges Umweltprojekt für die Region und das Blaufränkischland initiiert zu haben. Gewonnen haben auf lange Sicht gesehen bis zu einem gewissen Grad schlussendlich aber alle.

Denn der Widerstand gegen das Krematorium wäre vermutlich nicht einfach über Nacht verraucht. Und es ist wohl auch weder für einen Projekt-Betreiber noch für die Gemeinde angenehm, ein Projekt bei anhaltendem Widerstand umzusetzen und zu betreiben.