Thomas Loier gibt in Deutschkreutz den Ton an. Kapellmeister Thomas Loier machte sein Hobby, das Trompete Spielen, zu seinem Beruf.

Von Kim Roznyak. Erstellt am 10. Juli 2019 (04:00)
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Seit sechs Jahren Kapellmeister des Musikvereins Deutschkreutz. Thomas Loier sieht sich nicht nur als musikalischer Leiter, sondern achtet auch sehr darauf, dass die Stimmung unter den Musikern harmoniert.

Die Leidenschaft zur Trompete entdeckte Kapellmeister Thomas Loier bereits in Kinderschuhen. Das Instrument faszinierte ihn schon immer, da es auch sein Vater spielt. Bereits mit sechs Jahren brachte ihm sein Vater das Trompete Spielen bei.

„Mit neun Jahren durfte ich schon beim Musikverein Hackerberg-Neudauberg mitspielen, war jedoch nie in der Musikschule. Normal wird man erst mit dem bronzenen Abzeichen in den Musikverein aufgenommen. Mein Deal war aber, um in den Musikverein aufgenommen zu werden, dass ich bei jedem Konzert ein Trompetensolo spielen musste. Und das habe ich durchgezogen bis ich dann nach Deutschkreutz gekommen bin“, schildert Loier den Beginn seiner musikalischen Karriere.

Im Musikgymnasium lernte Loier seinen bis heute noch besten Freund Michael Böhm aus Deutschkreutz kennen. Gemeinsam mit einer Deutschkreutzer Partie fuhr er nach Altenmarkt zu „Vlado Kumpan auf der Hittn“, dort sah er seine zukünftige Frau Karoline zum ersten Mal.

Aufgrund der Liebe nun Deutschkreutzer

„Erst ein Jahr später funkte es zwischen uns. Mein bester Freund und ich spielten mit der Blaskapelle Junge Jahre in der Steiermark. Karoline war mit einer Freundin dort und hörte zu. Wir haben uns durch die Musik kennengelernt“, erinnert sich Loier gerne zurück. Durch sein Studium in Wien war Loier nach und nach immer mehr in Deutschkreutz und half auch schon beim Musikverein aus. „Ein Instrument spielen ist das beste Integrationsmittel. Wenn man ein guter Musiker ist, findet man sich immer schnell ein und so war das auch in Deutschkreutz der Fall“, schmunzelt Loier. 2013 wollte der Vorstand vom Musikverein, dass Loier die Funktion des Kapellmeisters übernimmt.

Gesagt, getan. „Am Anfang war es ein sehr interessantes Projekt, ich habe mich gut eingelebt und möchte diese sechs Jahr nicht mehr missen“, schildert Loier. An die Momente, wo man als Musikverein gemeinsam fortfährt, gemeinsame Stücke oder Konzertstücke einstudiert und zum Besten gibt, zählen zu Loiers schönsten Momenten in den vergangenen sechs Jahren beim Musikverein. Für ihn ist es ein super Gefühl, das Publikum zu begeistern. „Aber nicht nur das Publikum gehört begeistert, sondern die Musiker an sich selbst auch. Die Zeit, wo man als Musikverein gemeinsam unterwegs ist, verbindet extrem, musikalisch als auch freundschaftlich“, so Loier. Der Deutschkreutzer hat die musikalische Leitung des Musikvereins über und hält wöchentliche Proben ab. Gemeinsam mit dem Vorstand initiierte Loier vor sechs Jahren auch die Minimusi. Er arrangiert die Musikstücke und studierte diese auch mit den Kindern ein.

"Die Zeit, wo man als Musikverein gemeinsam unterwegs ist, verbindet extrem, musikalisch als auch freundschaftlich"

„Mit der Mitwirkung der Minimusi bei unseren Konzerten soll auch eine Verbindung zum Verein hergestellt werden. Aber auch die Zusammenarbeit mit der Carl Goldmark Musikschule und dem Musikverein funktioniert sehr gut“, erklärt Loier, dem die Jugendarbeit beim Musikverein sehr wichtig ist. Der musikalische Ausgleich zum Musikverein sind die unterschiedlichsten Musikpartien, in denen Loier mitwirkt. So spielt er Trompete bei „Die Odradn“, „Blech Cuvée“, „Original Hügelländer Blasmusik“ und „Triffnix-Horns“. Er hat aber auch schon als Substitut-Trompeter bei den Wiener Philharmonikern mitgewirkt.

Weiters unterrichtet Loier auch seit sechs Jahren sein Lieblingsinstrument Trompete an der Musikschule in Oberpullendorf und betreut rund 45 Schüler. In seiner Freizeit arbeitet Loier gerne in seinem Garten und verbringt Zeit mit seiner Familie in seiner Heimatgemeinde Neudauberg. „Wenn ich Zeit habe, bin ich zu Hause bei meiner Familie, meiner Frau und meinen beiden Kindern“, so Loier.