Der Flucht von 1989 gedacht. Die Gemeinde Lutzmannsburg enthüllte eine Tafel um dem letzten Todesopfer des Eisernen Vorhangs – einem deutschen Architekten – zu gedenken.

Von Sarah Tesch. Erstellt am 21. August 2019 (04:11)
BVZ
Vor der Gedenktafel. Patrik Fazekas, Vizebürgermeister Roman Kainrath, Wolfgang Bachkönig, Pfarrerin Irmgard Langer, Pfarrer Miron Sikiric, Landesrat Heinricht Dorner, Bürgermeister Christian Rohrer, Nikolaus Berlakovich und Oswald Gruber.

Am Feiertag wurde in Lutzmannsburg „30 Jahre DDR-Fluchtbewegung 1989/2019“ gedacht. Eröffnet und musikalisch umrahmt wurde der Festakt am Aussichtshügel im Weingebirge vom Bläserensemble „Lutschburger Weinklang“. Zahlreiche Ehrengäste sowie ehemalige DDR-Flüchtlingsfamilien nahmen an der Veranstaltung teil.

Projektleiter Oswald Gruber gab einen historischen Überblick über den Fall des Eisernen Vorhanges und referierte über die Fluchtbewegung im Jahr 1989 sowie den letzten Tag im Leben des deutschen Architekten Kurt-Werner Schulz. Dieser gilt als das letzte Todesopfer des Eisernen Vorhangs und starb am 21. August 1989 an der österreichisch-ungarischen Grenze bei Lutzmannsburg.

Im Zuge des Festaktes berichtete auch der ehemalige DDR-Flüchtling Kalman Kirchner über seine Flucht von Zsira/Tening (Ungarn) nach Lutzmannsburg im August 1989. Pfarrer Miron Sikiric und Pfarrerin Irmgard Langer segneten schließlich die Gedenktafel zu Ehren von Kurt-Werner Schulz am Aussichtshügel. Im Anschluss wurde zu einer Agape im Weingebirge geladen.