Erneut Schlepper im Bezirk Oberpullendorf verhaftet

Erstellt am 04. August 2022 | 05:04
Lesezeit: 3 Min
Polizei Symbolbild
Symbolbild
Foto: Stefan Rotter, Shutterstock.com
Insgesamt 1.260 Flüchtlinge im Bezirk aufgegriffen.

In der Vorwoche wurden im Bezirk 1.260 Geflüchtete aufgegriffen, was einen neuen Höchstwert unter den wöchentlichen Aufgriffszahlen im Jahr 2022 darstellt. Alleine am Samstag wurden rund 300 Personen aufgegriffen. Unter den Geflüchteten waren 1.231 Männer, 16 Frauen und 13 Kinder.

Die Aufgegriffenen waren überwiegend Afghanen, Inder, Tunesier und Syrer. Auch Menschen aus der Mongolei sowie Nepal und Palästina waren darunter. Die Aufgriffe fanden in Deutschkreutz, Nikitsch, Kroatisch Geresdorf, Lutzmannsburg, Frankenau, Klostermarienberg und Mannersdorf, aber auch in Oberpullendorf statt.

Zwei Schlepper festgenommen

In den vergangenen Tagen kam es auch zu Festnahmen bzw. Anzeigen in Zusammenhang mit der Migration.

Am 27. Juli fand im Grenzgebiet bei Deutschkreutz-Kópháza auf ungarischer Seite eine Schwerpunktaktion statt. Gegen 3.20 Uhr verfolgten die ungarischen Polizeibeamten ein vermeintliches Schlepperfahrzeug mit serbischem Kennzeichen. Der Pkw fuhr von Sopronkövesd in Richtung Nikitsch. Kurz vor der Grenze hielt er an und sowohl der Fahrer, als auch zwei Insassen sprangen aus dem Wagen und liefen in ein nahes Waldstück.

Zwei weitere Personen wurden von der Polizei nahe des Pkw angehalten. Gegen 5.45 Uhr nahm eine österreichische Drohne bei Nikitsch einen Verdächtigen wahr, auf den die Beschreibung des mutmaßlichen Schleppers passte. Der 41-jährige Bosnier wurde gegen 6.10 Uhr festgenommen.

Vorigen Samstag gegen 7 Uhr wurde im Grenzgebiet von Deutschkreutz eine Gruppe Geflüchteter aufgegriffen. Ein 16-jähriger Afghane verletzte dabei eine Berufssoldatin im Gesicht. Die Frau wurde im Krankenhaus Oberpullendorf untersucht. Der 16-Jährige wurde auf freiem Fuß angezeigt.

Am Montag wurde in Frankenau ein Syrer mit Wohnsitz in Deutschland festgenommen. Er war auf einem Güterweg mit einem Mietwagen auf und ab gefahren. Die Einvernahme ergab, dass der Mann bisher acht Schleppungen durchgeführt hatte. Dabei hatte er insgesamt 38 Geflüchtete geschleppt. Der 44-Jährige wurde in die Justizanstalt Eisenstadt gebracht.

Auch Lutzmannsburgs Bürgermeister Landtagsabgeordneter Roman Kainrath (SPÖ) meldete sich zu Wort. „Die Zuständigkeiten liegen hier klar beim Bund, das Land hat keine Kompetenz, operativ etwas zu machen. Wir können nur auf die Probleme hinweisen und Alarm schlagen, was wir seit Jahren auch tun“, kritisiert er in einer Aussendung.