Großes Interesse an Businesspark. Anfang nächsten Jahres soll das Widmungsverfahren für das Betriebsgebiet an der S31 eingeleitet werden.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 22. Oktober 2020 (05:55)
Detaillierte Ausarbeitung. Zu den nächsten notwendigen Schritten zählen die Erstellung eines Masterplans für den Businesspark sowie eine konkrete Aufstellung der Finanzierung.
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Im Juli waren Vertreter aller 28 Gemeinden des Bezirks zu einem Informationsabend mit Vertretern des Landes rund um Landesrat Heinrich Dorner und der Wirtschaft Burgenland (WiBuG) geladen, bei dem Möglichkeiten einer Beteiligung am Businesspark Mittelburgenland präsentiert wurden. Zwischen Steinberg-Dörfl und Oberpullendorf soll an der S31 beim Kreisverkehr mit der B50 und der B61a zur Schaffung hochwertiger und wettbewerbsfähiger Betriebsflächen und Arbeitsplätze ein neues Betriebsgebiet entstehen, von dessen Kommunalsteuereinnahmen langfristig alle Gemeinden profitieren können.

Management und Vermarktung sollen über die Wirtschaft Burgenland GmbH erfolgen, der laufende Betrieb über eine eigene Projektgesellschaft, an der WiBug und die interessierten Gemeinden beteiligt sind. Diese würde auch die Liegenschaften von den derzeitigen Grundstückseigentümern ankaufen und die Kosten für die Infrastrukturerschließung übernehmen. Jene Gemeinden, die sich am Businesspark beteiligen, würden sich dazu bereit erklären, einen Teil der Haftung für das Darlehen zu übernehmen, das zur Errichtung der Infrastruktur notwendig ist. Im Gegenzug erhalten sie anteilig Einnahmen aus der lukrierten Kommunalsteuer.

Mittlerweile haben bereits rund zwei Drittel aller 28 mittelburgenländischen Gemeinden Grundsatzbeschlüsse für eine Kooperation in Form der Errichtung einer gemeinsamen Projektgesellschaft mit anderen Gemeinden des Bezirks Oberpullendorf und der Wirtschaft Burgenland GmbH-WiBuG gefasst. „Es ist sehr erfreulich, dass sich bereits fast zwei Drittel der Gemeinden aus dem Bezirk am Projekt Businesspark beteiligen wollen. Für die weitere positive Entwicklung des Mittelburgenlandes ist eine enge Zusammenarbeit der Kommunen auch auf wirtschaftlicher Ebene unerlässlich. Unser Ziel ist weiterhin, dass der Bezirk ist seiner ganzer Breite abgebildet ist“, meint Landesrat Heinrich Dorner.

Erste Ansiedelungen Mitte 2022 anvisiert

Laut WiBuG-Geschäftsführer Harald Zagiczek hofft man, bis Mitte November alle Rückmeldungen vorliegen zu haben. Dann könne man Anfang 2021 das Widmungsverfahren einleiten. Parallel dazu kann es in die Detailplanung gehen, wobei es dabei unter anderem auch um die Berechnungen über die Höhe von Haftungen und Kommunalsteuern der einzelnen Gemeinden für die zu beschließenden Verträge geht.

WiBuG-Geschäfsführer Harald Zagiczek rechnet damit, dass sich, wenn alles nach Plan läuft, Mitte 2022 die ersten Betriebe ansiedeln könnten und bestätigt, dass es bereits konkrete Interessenten gibt. „Eigentlich haben uns die Interessenten auf den Standort gebracht“, meint Zagiczek.