Oberpullendorf

Erstellt am 07. Februar 2019, 07:18

von Michaela Grabner

Förderwerkstätte besucht Gym: „Heit is so a schena Tog“. Schüler und Lehrer des Oberpullendorfer Gymnasiums bereiteten für die Gäste ein Programm mit Musik und Sport vor.

Imaginäre Lassos schwingen zur Melodie von Cowboy und Indianer und zum knallroten Gummiboot wird gnadenlos um die Wette gerudert und das alles unter großem Gelächter und Gejohle: Was nach einer Après-Ski-Party in einer Skihütte klingt, spielt sich im Musiksaal des Franz Liszt Gymnasiums Oberpullendorf ab.

Dort war am Freitag Vormittag eine Gruppe von Klienten aus der Förderwerkstätte „Rettet das Kind“ zu Besuch. Zunächst lauschten die Gäste den von der 6B-Klasse gemeinsam mit Judith Grosinger gesungenen Liedern, danach wurde zum gemeinsamen Tanz gebeten.

Und da ließen sich die Besucher nicht lange bitten. Schon beim ersten Titel, dem „Fliegerlied“, waren Schüler wie Gäste, Betreuer wie Lehrer „stark wie Tiger“ und „hoch wie Giraffen“. Nach einer Stärkung bei einer gemeinsamen Jause ging es mit Malen zu Musik weiter. Einige Schüler spielten auf Instrumenten, die Besucher brachten ihre dadurch ausgelösten Gefühle zu Papier. Mit der 7 A-Klasse stand dann zum Ausklang Bewegung und Spiel im Turnsaal am Programm.

Bereits zum vierten Mal hatte Religionslehrerin Irina Wutzl-hofer mit Unterstützung von Kollegen die Begegnung zwischen den Schülern und den Förderwerkstätte-Klienten organisiert. Begonnen hat alles mit dem Projekt „Miteinander leben, voneinander lernen“. Mittlerweile ist der Vormittagsbesuch der Förderwerkstätte im Gymnasium gute Tradition geworden. „Für die Schüler ist es ein Beitrag dazu, dass sie Sozialkompetenz spüren und nicht nur lernen“, betonte Direktorin Helga Fabsits.

Die vielen lachenden Gesichter und strahlenden Augen bei Gastgebern wie Gästen bestätigten ihre Worte. Und sie meinten es wohl genauso, wie sie es zum Fliegerlied gesungen haben: „Heit is so a schena Tog!“