Neues Sagenbuch präsentiert. Erich Weidinger hat aus seinem großen Sammlungsschatz den 3. Band einer Sagenbuchreihe herausgebracht.

Von Isabella Kuzmits. Erstellt am 13. April 2019 (04:39)
BVZ
Stellten „SAGENreiches Burgenland“ vor. Autor Erich Weidinger, Bibliothekarin Brigitta Prattinger, Historiker Wolfgang Meyer, Herta und Felix Emmer sowie Illustrator Christian Hemetsberger.

Am Dienstag der Vorwoche wurde in der Stadtbibliothek Oberpullendorf das Buch „SAGENreiches Burgenland“ präsentiert. Das Buch gibt tiefe Einblicke in die regionalen Besonderheiten und Traditionen. Der Sagenforscher Erich Weidinger hat viele der alten Geschichten vor Ort neu recherchiert und von der ursprünglichen Erzählweise entstaubt.

„SAGENreiches Burgenland“ berichtet unter anderem von der Entstehung des Neusiedlersees, von einem Hexenbründl, einer Schlangenfrau bei Kobersdorf und einer Schatzsuche beim Kloster Landsee. Außerdem wird von Hexen und Geistern, von der weißen Frau, von Burgen und Rittern im Mittelburgenland, von einem Kindesraub und verborgenen Schätzen bis hin zu gefährlichen Räubern im Südburgenland erzählt.

„Die schwarze Kutsche von Nikitsch“ wurde von Peter Schweiger, dem Direktor der dortigen Volksschule, sogar ins Burgenland-Kroatische übersetzt und ist in zwei Sprachen im Buch zu finden. „Die größte Herausforderung war es, die Schauplätze auch wirklich zu finden. Viele Kulturgüter sind zerstört worden, da sind Wissen und viele Zuordnungen verloren gegangen. Dafür ist aber auch immer wieder etwas Neues entstanden“, so der Autor Erich Weidinger, der bereits an einem weiteren Band über Sagen aus Niederösterreich arbeitet.