Schüler als „Samurai“. In der Volksschule nehmen die Kinder am Unterrichtsprogramm „Eigenständig werden – Persönlichkeit fördern“ teil. Ein erster Schritt sind Shiatsu-Übungen.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 20. Januar 2019 (06:58)
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Freuen sich über das Projekt: Isolde Prattinger und Gabi Holzer vom Soroptimist Club, Maria Toth, Elisabeth Seifried, Ruth Lang, Martina Möbius und Brigitte Reiner sowie Emma, Victoria, Colin und Fabio.

Im heurigen Schuljahr findet in den ersten Klassen der Volksschule das Projekt „Eigenständig werden – Persönlichkeit fördern“ statt. Damit sollen die Schüler wichtige Gesundheits- und Lebenskompetenzen erwerben, die ihnen helfen, einen gesunden Lebensstil zu entwickeln – körperlich, seelisch und sozial. „Das Allerwichtigste war und ist, dass die Kinder lernen, sich selbst wahrzunehmen“, so Direktorin Elisabeth Seifried.

Wenn die Kinder lernen, ihre eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen, können sie diese auch bei anderen besser wahrnehmen, meint sie weiter. Der Soroptimist Club Pannonia Oberpullendorf unterstützt die Volksschule Oberpullendorf bei der Verwirklichung dieses Projekts. Durch das Projekt sollen nicht nur die Schüler im einzelnen profitieren, sondern auch die gesamte Gruppe. Der Umgang mit negativen Emotionen sowie Problemlösekompetenz stehen ebenfalls auf dem Programm. Im ersten Teil des Projektes übt Shiatsu-Praktikerin Martina Möbius mit den Kindern. Shiatsu ist eine japanische Körperarbeit, die mit Druckmassage arbeitet.

„Wir beginnen die Übungen etwa damit, dass jeder sagt, wie er sich heute fühlt – denn jeder fühlt sich auch jeden Tag anders. Die Kinder fragen auch, ob sie stärker oder leichter massieren sollen und lernen so, Grenzen anzusprechen“, führt Möbius aus.

Die Übungen, wie etwa „Samurai wärmt sich in der Sonne“ oder „Bär und Tiger treffen sich“ sind auch auf Plakaten in den Klassen zu sehen, sodass die Kinder auch in Pausen üben können.