Historisches Ereignis für Neckenmarkt. Vertreter der Neckenmarkter Burschenschaft sowie Bürgermeister Johannes Igler nahmen vor Kurzem ein Geschenk der Esterhazy Privatstiftung anlässlich des 400. Jahrestages der Schlacht von Lackenbach, an der die Neckenmarkter Bevölkerung maßgeblich beteiligt gewesen war und zum Sieg von Nikolaus Esterházy beigetragen hatte, entgegen.

Erstellt am 06. August 2020 (11:38)
Bei der Übergabe. Kommandant Manuel Wieder, Fähnrich Tobias Ecker, die Wachmeister Julian Zörfusz und Fabian Leser, Tobias Scheu und Sascha Tesch sowie Bürgermeister Johannes Igler bekamen von Florian Bayer, dem Kurator der Ersterhazy Privatstiftung ein Gemälde von der „Schlacht von Lackenbach“ überreicht.
zVg

Anlässlich dieses Jubiläums überreichte Florian Bayer, Kurator der Esterhazy Privatstiftung, ein drei mal eineinhalb Meter großes Replikat des Gemäldes von der „Schlacht von Lackenbach“ an die Gemeinde.

„Das Gemälde wurde in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts von Paul Esterhazy I. in Auftrag gegeben, um die Bedeutung seiner Familie eindrucksvoll zu belegen. Es zeigt eine Situation der Schlacht. Man sieht unter anderem, wie das Schloss von einer übermächtigen Heerschar des ungarischen Aufständischen Gabor Bethlen eingekesselt ist. Außerdem sieht man das Ausrücken der Esterhazy-Truppen, wie der gegnerische Truppenführer Mathias Tarrody ein Grab auf einem der Hügel ausheben lässt und die Burg Landsee im Hintergrund. Das Original befindet sich gemeinsam mit zahlreichen weiteren Schlachtenbildern auf Burg Forchtenstein. Von welchem Künstler das Gemälde gemalt worden ist, kann heute nicht mehr sicher belegt werden“, erläutert Florian Bayer.

1622, zwei Jahre nach der Schlacht von Lackenbach, bekam das Neckenmarkter Aufgebot vom kaisertreuen Grundherrn eine Fahne verliehen, die bis heute von der Burschenschaft verwahrt wird und zum Brauch des Neckenmarkter Fahnenschwingens, jährlich am Sonntag nach Fronleichnam, geführt hat. „Neben der Fahne bekam Neckenmarkt auch rund 600 Hektar Ländereien und Wald geschenkt. Bis heute sind wir eine der wenigen Gemeinden, in der es keinen Esterhazy-Wald gibt“, erkärt Bürgermeister Johannes Igler.

Das Gemälde wird nun einen Platz im Fahenschwingermuseum erhalten und soll so der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

(Entgeltliche Einschaltung)

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