Mannersdorf stellt sich vor. In Mannersdorf tut sich was: Hochwasserschutz im Fokus, ein Betreutes Wohnen, Arzt & Amt und das neue Vereinszentrum entsteht.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 02. Juli 2020 (13:04)
Bürgermeister Johann Horvath (r.) – im Bild mit Polier Franz Ringhofer – überzeugte sich vom Baufortschritt beim Rückhaltebecken am Quellbach.
Grabner

6,75 Millionen Euro zum Schutz vor Hochwasser

Das Auffangbecken am Lagerbergbach, dessen Damm mit beim B61a-Bau angefallener Erde geschüttet wurde, ist bereits fertiggestellt – ein zweites am Quellbach kurz vor Fertigstellung. Bis 2023 werden in Rattersdorf seitens der Wildbach- und Lawinenverbauung des Ministeriums drei Rückhaltebecken zum Schutz vor Hochwasser errichtet sowie der unterirische Lauf des Siebenbründl-bachs saniert. 6,75 Millionen Euro werden investiert, wobei 50 Prozent der Bund, 45 Prozent das Land und 5 Prozent die Gemeinde trägt.

Wie sich bei einer Kamerabefahrung nach den Hochwasserereignissen der Jahre 2009 und 2010 herausgestellt hat, ist der unterirdische Lauf des Siebenbründlbachs in der Hauptstraße und der Siebenbründlgasse mittlerweile desolat. Er wird auf einer Länge von 630 Metern neu eingedeckt und dabei die Durchflussmenge vergrößert, um in Kombination mit den drei Auffangbecken für ein 100-jähriges Hochwasserereignis gerüstet zu sein. „Ohne die Hochwasserbecken hätte der unterirdische Lauf für ein 100-jähriges Hochwasser fünf mal zweieinhalb Meter groß sein müssen“, schildert Bürgermeister Johann Horvath. Auch die Kosten haben sich dadurch reduziert, denn ohne Becken wäre die Kostenschätzung für das Projekt bei 9,6 Millionen Euro gelegen.

Im Zuge der Sanierung des Gerinnes werden auch gleich Kanal, der auf Trennsystem umgestellt wird, und Wasserleitung in der Siebenbründlgasse und der Hauptstraße saniert und zwar dort beginnend, wo der Siebenbründlbach in die Güns mündet. Mit diesen Arbeiten soll im Juli begonnen werden.

Das dritte und letzte Auffangbecken am Siebenbründlbach wird erst gemacht, wenn die Sanierung des Kastengerinnes abgeschlossen ist, weil dort jener eigens verlängerte Waldweg vorbeiführt, der während der Bauarbeiten in der Siebenbründl-gasse von den Bewohnern als Umfahrung und Zufahrt genutzt werden kann.

Schutz für 140 Objekte und 1,7 Kilometer Straße

Beim Spatenstich. Heinrich Grünwald – mit Sohn Arno – und Christian Amberger von der Wildbach- und Lawinenverbauung, Bürgermeister Johann Georg Horvath, Landesrat Heinrich Dorner, Nationalrat Niki Berlakovich, Vizebürgermeister Johann Plemenschits und Baudirektor Wolfgang Heckenast.
Landesmedienservice

Nach Fertigstellung können die drei Rückhaltebecken dann insgesamt rund 65.000 Kubikmeter Wasser fassen, was 450.000 Badewannenfüllungen entspricht. Diese ermöglichen es, bei einem Hochwasser die Wassermengen so zu drosseln, dass diese schadlos durch den Ort geleitet werden können.

140 Objekte und 1,7 Kilometer Straße samt Infrastruktur werden durch die Maßnahmen geschützt werden.