Neuer Arzt nach 30 Jahren. Gemeindearzt Franz Palatin tritt seinen Ruhestand an. Mit 2. Jänner eröffnet Henrik Hellan seine neue Praxis.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 27. November 2019 (03:59)
Nachfolger. Henrik Hellan wird Franz Palatin als Gemeindearzt ablösen. Mit am Bild Petra Scharler und Bürgermeister Ewald Bürger.
BVZ

„Arzt ist ein toller Job – vor allem, weil man das ganze medizinische Feld beackern muss. Der große Vorteil ist die Kontinuität, weil man die Leute so gut kennenlernt, dass man teilweise schon am Telefon beurteilen kann, ob etwas nicht so arg ist oder jemand etwas hat“, erklärt Franz Palatin.

Pilgersdorfs Gemeindearzt tritt 30,5 Jahre nachdem er seine Praxis in Pilgersdorf eröffnet hatte, nun seinen wohlverdienten Ruhestand an. „Am meisten freue ich mich auf die grenzenlose Freiheit, morgens Zeitung zu lesen, Radio zu hören und zu planen, was ich machen kann, nicht was ich machen muss“, meint Palatin. Ein Nachfolger für ihn wurde bereits gefunden. Mit 2. Jänner wird Henrik Hellan die neue Arztpraxis im ehemaligen Burgenländerhof in Betrieb nehmen. Die Telefonnummer und die Öffnungszeiten (Montag, Dienstag 7 bis 11.30 Uhr, Donnerstag 7 bis 11.30 und 15 bis 16 Uhr und Freitag 7 bis 10.30 und 16 bis 18 Uhr) bleiben aber gleich und auch die Hausapotheke wird weitergeführt werden.

Henrik Hellan ist gebürtiger Wiener und 1999 nach Salzburg ausgewandert, wo unter anderem in den Krankenhäusern Schwarzau im Pongau und Zell am See sowie als Notarzt gearbeitet hat, ehe er von 2006 bis 2019 praktischer Arzt in Mittersil gewesen ist. „Ich liebe die Allgemeinmedizin aus Überzeugung. Das wollte ich immer machen und das habe ich schon am ersten Tag meines Medizinstudiums gewusst. Es ist schön, dass man nah am Patienten ist und die Leute lange begleiten darf und es ist ein schöner Beruf, weil von den Patienten viel zurückkommt“, meint Hellan, der mittlerweile eine „waschechter“ Pilgersdorfer geworden ist und sich mit seiner Lebenspartnerin hier angesiedelt hat. Was ihm außerdem am Beruf des Allgemeinmediziners gefällt, ist die Vielseitigkeit.

Die Medizin liegt bei ihm übrigens in der Familie. Sowohl Eltern waren Ärzte – der Vater Allgemeinmediziner, die Mutter Onokologin – als auch seine Schwester, die in Amerika als Ärztin arbeitet.