Buch-Premiere bei Familie Treiber in Oberpullendorf

Dieses Mal war nicht die bekannte Schriftstellerin Jutta Treiber, sondern ihr Mann Hans Peter der Autor.

Michaela Grabner
Michaela Grabner Erstellt am 14. Oktober 2021 | 06:00
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Bei der Buchpräsentation. Kinobesitzer Oliver Treiber, Kulturbeauftragte Doris Hosiner, Bürgermeister Rudolf Geißler, Jutta Treiber, Autor Hans Peter Treiber, Stadträtin Gerlinde Heger und Vizebürgermeister Hannes Heisz.
Foto: nickart

„Johann Treiber – Studiert, das hätte ich am liebsten“ lautet der Titel einer Biographie, die Hans Peter („Joe“) Treiber, im Rahmen der Pullenale im Kino präsentiert hat. „Auch wenn man aus dem Teenager-Alter heraußen ist, kann man noch etwas Neues machen. Mein Mann hat im zarten Alter von 75 Jahren sein erstes Buch geschrieben“, kündigte Jutta Treiber den frischgebackenen Autor an.

Dieser schrieb eine Biografie über seinen Vater Johann Treiber, der 1910 als zweiter Sohn in eine Dörfler Bauernfamilie hineingeboren wurde und dessen sehnlichster Wunsch es war, seiner Armut zu entfliehen. Sein Sohn zeichnete nun sein Leben anhand von sechs handgeschriebenen Kassabüchern nach, in denen sein Vater Notizen zu seinem Leben machte. „Am Ende jedes Monats hat er notiert, was er erreicht hat, was er noch erreichen möchte und was sich Besonderes getan hat“, erklärt Treiber. „Es war sein unbändiger Wille, im Leben etwas zu erreichen.“ So erlernte er zunächst die Maurerei in Wien, ehe er ein vollwertiger Bauer in Dörfl wurde. Aber erst nach den Kriegsjahren schuf er als Wanderhändler jene finanzielle Unabhängigkeit, von der er sein Leben lang geträumt hatte. Das Buch ist in der von Historiker Herbert Brettl herausgegebenen Reihe „Burgenländische Lebensgeschichten“ im Verlag lex liszt 12 erschienen, das Lebensgeschichten im historischen Kontext erzählt. „Jedes Buch steht für sich, doch wenn man sie hintereinander liest, wird genauso die burgenländische Geschichte dargestellt, jedes Mal aus einem eigenen Blickwinkel“, so Brettl.