Spatenstich für Hochwasserschutz um 6,75 Millionen Euro. Bis 2023 werden in Rattersdorf drei Rückhaltebecken errichtet sowie der Siebenbründlbach auf einer Länge von 630 Meter neu eingedeckt.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 15. Januar 2020 (04:16)
Beim Spatenstich. Heinrich Grünwald – mit Sohn Arno – und Christian Amberger von der Wildbach- und Lawinenverbauung, Bürgermeister Georg Horvath, Landesrat Heinrich Dorner, Nationalrat Niki Berlakovich, Vizebürgermeister Johann Plemenschits und Baudirektor Wolfgang Heckenast.
BLMS

Aufgrund der Hochwasserereignisse in den Jahren 2002, 2009 und 2010 und der durchgehend desolaten Bacheindeckung haben sich die Wildbach- und Lawinenverbauung des Ministeriums, das Land und die Gemeinde zu umfassenden Hochwasserschutzmaßnahmen am Siebenbründlbach entschlossen.

„Jedes dieser Bauwerke ist ein Mosaikstein, dass die Leute gut schlafen können. Das Steuergeld, das hier verbaut wird, nützt etwas und wird sinnvoll veranlagt.“ Nationalrat Niki Berlakovich

Vorigen Samstag erfolgte der Spatenstich für das Projekt, das bis 2023 umgesetzt wird. 6,75 Millionen Euro werden investiert, wobei 50 Prozent der Bund, 45 Prozent das Land und 5 Prozent die Gemeinde trägt. Herzstück des Projekts sind drei Rückhaltebecken am Lagerbergbach, Quellbach und Siebenbründlbach, die insgesamt rund 65.000 Kubikmeter Wasser fassen, was 450.000 Badewannenfüllungen oder 30 olympischen Schwimmbecken entspricht. Diese ermöglichen es, bei einem Hochwasser die Wassermengen so zu drosseln, dass diese schadlos durch den Ort geleitet werden können.

„Der Hauptgrund der Investition ist der Schutz und die Sicherheit der Bevölkerung. Das Land nimmt dafür rund drei Millionen Euro in die Hand.“ Landesrat Heinrich Dorner

„Eine größere Hochwasserwelle staut sich wie in einer großen Badewanne auf und wird zeitverzögert durch den Ort geschickt. Im Mündungsbereich der Güns wird der Abfluss bei einem hundertjährigen Hochwasserereignis um fast drei Viertel von 24 Kubikmeter pro Sekunde auf 6,5 Kubikmeter pro Sekunde reduziert“, rechnete Bauleiter Christian Stundner von der Wildbach- und Lawinenverbauung vor. Außerdem wird die Eindeckung des Bachs auf einer Länge von 630 Metern erneuert. Im Zuge dessen werden auch gleich Kanal und Wasserleitung in dem Bereich erneuert.

In Summe werden rund 140 Objekte und 1,7 Kilometer Straße samt Infrastruktur durch die Maßnahmen geschützt werden.