Alexandra Hauser war bei Adobe-WM in New York. Die Steinbergerin Alexandra Hauser war bei der Adobe Weltmeisterschaft in New York. Der BVZ erzählt sie von ihrer Erfahrung.

Von Sarah Tesch. Erstellt am 24. August 2019 (03:54)
BVZ
Glücklich. Alexandra Hauser hat es mit ihrer Designarbeit zur Adobe Worldchampionship geschafft. Für ihre Teilnahme erhielt sie ein Designtablet. Hier zeigt sie stolz ihr Umhängeschild, das sie als Österreicherin ausweist, sowie ihre Arbeit für die Non-Profit Organisation NABU.

Alles hatte mit den Zertifikaten für die Adobe-Programme Illustrator, Indesign und Photoshop begonnen: Schülerinnen und Schüler der HBLA Oberwart konnten diese Zertifikate während der laufenden Schuljahre erwerben. So machte es auch Alexandra Hauser aus Steinberg und wurde damit zum „Design Specialist“.

Aus tausenden Designspezialistinnen und –spezialisten weltweit, werden jährlich rund 50 zur ADOBE ACA Weltmeisterschaft in die Vereinigten Staaten eingeladen. Gemeinsam mit zwei Schulkolleginnen gehörte Alexandra Hauser zu den zehn geladenen Zertifizierten aus ganz Europa. Der Weg dorthin war spannend, aber oft auch stressig.

„Wir mussten unsere besten Arbeiten der vergangenen vier Jahre auf einer selbst designten Website präsentieren und uns damit selbst vorstellen. Eine ganz große Leidenschaft von mir ist die Feuerwehrjugend, deswegen hab ich ein Logo dafür entworfen und hochgeladen“, erzählt Alexandra Hauser.

Endspurt: Letzte Hürde vor der Meisterschaft

Gegen Ende des Schuljahres war es besonders stressig. Neben den letzten Tests rückte auch der Abgabetermin immer näher. „Meine beste Freundin hat mich motiviert, meine Arbeiten zu Ende zu bringen und abzugeben“, so Alexandra.

Den Auswahlprozess für die ADOBE Creative Worldchampionship hat ihr Lehrer besonders spannend gemacht. Nach nur einem einzigen von ADOBE zugesicherten Teilnehmerplatz waren es schließlich drei. Für die Schülerin war es Schicksal, dass eben jene drei ausgewählt worden waren, die an diesem Tag auch in der Schule anwesend waren. „Es war ein so cooler Moment zu hören, dass wir dabei waren und sich die ganze Arbeit auch gelohnt hat“, erinnert sich Alexandra. „Ich wollte immer schon einmal nach Amerika und so hat sich auch dieser Wunsch erfüllt.“

Erfolg: Eine von Fünfzig weltweit

Die Meisterschaften fanden im New Yorker Marriot Marquis Hotel statt. Hierfür waren vier Etagen gemietet worden, samt Aufenthaltsräumen mit Videospielen, Tischtennistischen und mehr. Die Schülerinnen und Schüler hatten am Tag vor dem Bewerb die Möglichkeit, die Computer kennenzulernen und sich mit den Räumlichkeiten vertraut zu machen. Montagmorgen ging es los.

„Wir bekamen Umhängeschilder mit unseren Namen und der Nationalität darauf. Ohne diese Schilder durfte man nirgends hinein“, sagt Alexandra. „Es war schon stressig und obwohl wir acht Stunden Zeit hatten, war ich am Anfang sehr nervös. Es war total ruhig und während alle gearbeitet haben, hatte ich fast ein kleines Black Out. Ich konnte mich aber dann doch auf die Arbeit konzentrieren und hab geschaut, dass ich meine guten Ideen alle im Kopf behalte.“

Die Aufgabe war, für die Non-Profit Organisation NABU eine Web-, Banner- und Plakatkampagne zu designen. Dabei wurden die Designtechnik, die Arbeit mit den Programmen und das technische Können von einer Jury bewertet. Mit Tunnelblick und Fokus auf den Bildschirm konnte Alexandra Hauser ihr Projekt schließlich weit vor der Zeit fertig stellen. Mit der erreichten Punkteanzahl schaffte sie es ins gute Mittelfeld, erzählt sie.

Erfahrung: „Von nichts kommt nichts“

Neben dem aufregenden Gefühl eine von nur fünfzig geladenen Personen weltweit bei dieser Veranstaltung zu sein, lernten die drei Schülerinnen der HBLA Oberwart außerdem interessante neue Leute kennen.

Einige seien so wie sie glücklich dabei zu sein und ihr Können zu beweisen, anderen war der Erfolg und der Wettbewerbscharakter weitaus wichtiger. „Wir hatten eine tolle Zeit mit unseren Lehrern in Amerika. Die Leute waren alle wahnsinnig freundlich und hilfsbereit“, erzählt Alexandra. Und: „Von nichts kommt nichts, wenn man etwas will, muss man dafür arbeiten, dann schafft man es auch.“