Knappes Gäste-Minus im Bezirk Oberpullendorf. Im Mittelburgenland verzeichnete man im Jahr 2018 308.358 Nächtigungen. 2017 waren es 309.610.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 07. Februar 2019 (05:28)
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Symbolbild

Laut Tourismusstatistik für das Jahr 2018 (siehe auch Artikel Seite 6) gab es im Mittelburgenland 137.087 Ankünfte (das bedeutet im Vergleich zu 2017 ein Minus von 0,6 Prozent) und 308.358 Nächtigungen. Das sind im Vergleich zum Vorjahr minus 0,4 Prozent. „Das ist für mich nicht wirklich ein Minus, sondern Stagnation“, meint Günter Kurz, Obmann des Tourismusverbandes Lutzmannsburg Mittelburgenland.

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Statistik im Detail. Im Mittelburgenland gab es in Horitschon mit 23,1 Prozent den größten Zuwachs bei den Nächtigungen, in Lockenhaus gab es im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 11,7 Prozent. Foto: VGStockstudio/Shutterstock.com (Foto), Grafik Bischof

Die Hauptgründe dafür sieht er im schönen Wetter, das über weite Strecken im Sommer für den Thermenstandort Lutzmannsburg nicht ideal war und in der Insolvenz des Campingplatzes in Lutzmannsburg. Diese sei auch ein Grund dafür, dass man bei den Übernachtungen ein Minus von 80,6 Prozent bei den Campingplätzen verzeichnete.

Lutzmannsburg ist mit 246.995 Übernachtungen die Gemeinde mit den drittmeisten Nächtigungen im Burgenland. Die meisten Gäste hatten 2018 Bad Tatzmannsdorf (512.880) und Podersdorf (422.304) zu verbuchen.

Rückgang im 1- und 2-Stern-Bereich

Bei den Privatquartieren (nicht Bauernhof) verzeichnete man im Vergleich zu 2017 im Mittelburgenland ein Minus von 11,5 Prozent, bei den 2- und 1-Stern-Betrieben ein Minus von 15,1 Prozent. „Von den 2/1-Stern-Betrieben sowie von den Privatquartieren im Bezirk machte kein einziger bei den durchgeführten (und damit finanziell geförderten) Marketingaktionen des Tourismusverbandes mit – ohne Werbung ist es schwierig, Gäste zu rekrutieren“, führt Kurz aus.

Beim Tourismusverband will man das Marketingkonzept, mit dem im 2. Quartal 2018 begonnen wurde, fortsetzen. „Wir wollen die Tourismusgesinnung im Bezirk vorantreiben – vor allem Bewusstseinsbildung betreiben, dass ohne Werbemaßnahmen kaum ein Mehr an Nächtigungen zu verzeichnen sein wird“, so Kurz.