Baurestmassen-Lager: Plan wird überarbeitet

Erstellt am 28. Januar 2022 | 04:23
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Beim Infoabend im Feuerwehrhaus. Gerald Gebhardt (Leiter des Bau und Betriebsdienstleistungszentrum Nord), Martin Prohaska (Leiter des Standorts im Bereich Oberpullendorf), Baudirektor Wolfgang Heckenast, Bürgermeisterin Angelika Mileder und Vizeortschef Stefan Nemeth.
Foto: Kuzmits
Baudirektion berücksichtigt Wünsche der Anrainer und überarbeitet die Pläne für Baurestmassenzwischenlager zwischen Unterpullendorf und Kleinmutschen.

Die Baudirektion des Landes hat um Bewilligung für die Errichtung und den Betrieb eines Baurestmassenzwischenlagers samt Aufbereitung am Platz der Straßenverwaltung zwischen Unterpullendorf und Kleinmutschen angesucht (die BVZ berichtete).

An jenem Ort werden schon seit Jahrzehnten unter anderem Erdaushub und Fräsgut zwischengelagert. Nun soll das Gelände auf den neuesten Stand der Technik laut Gesetzgebung gebracht werden, indem ein Versickerungsbecken für Oberflächenwasser sowie ein Damm zur Straßenseite errichtet werden sollen.

In der Vorwoche fand nun ein Infoabend statt, bei dem Anrainer die Möglichkeit hatten, ihre Bedenken zu äußern sowie Fragen zum Vorhaben zu stellen. Dabei wurde hinterfragt, wieso das Vorhaben in einem vereinfachten Verfahren umgesetzt werden soll. „Das wurde von der Behörde vorgeschlagen und richtet sich nach der Größe des Objekts“, erklärte Baudirektor Wolfgang Heckenast.

Unter anderem wurde auch die Notwendigkeit eines Versickerungsbeckens hinterfragt, da befürchtet wird, dass somit Stoffe wie Asbest oder Teer abgelagert werden. Baudirektor Heckenast erklärte, dass nur Material für maximal 12 Monate gelagert wird, das im Zuge des Straßenbaus und -umbaus und der Errichtung von Rückhaltebecken anfällt. „Teer wird im Straßenbau schon lange nicht mehr verwendet. Wir werden auch keine Häuser abreißen und dort zwischenlagern. Das Versickerungsbecken und der Damm entsprechen den modernen Standards. Heutzutage wird das Wasser nicht mehr einfach in einen Graben geleitet“, so Wolfgang Heckenast.

Eine zweite Befürchtung der Anrainer war ein verstärktes Lärm-Aufkommen. Daher wurde die Streichung einer mobilen Brecheranlage aus den Plänen sowie die Errichtung eines Damms in Richtung Ortsgebiet, welches in 350 Metern Entfernung liegt, gefordert. Dieser soll ebenso wie auch der Damm zur Straßenseite mit Bäumen und Sträuchern bepflanzt werden, um Lärm zu dämmen und einen Sichtschutz herzustellen. „Bei der Anlage handelt es sich um eine Siebanlage, die einmal im Jahr für einige Tage vor Ort ist“, beschwichtigte Heckenast.

Forderungen der Bürger werden einbezogen

Im Zuge des Infoabends wurde seitens der Baudirektion versprochen, die Wünsche der Anrainer ernst zu nehmen und die Pläne zu überarbeiten. Dies soll in den kommenden Wochen geschehen. Die neuen Pläne werden nach Fertigstellung an die Gemeinde übermittelt.

„Wenn gewünscht, können wir dann wieder einen Informationsabend veranstalten“, so Bürgermeisterin Angelika Mileder.