Ortschef wehrt sich gegen „Corona-Party“-Vorwurf. Wiesfleck: Laut FPÖ-Gemeinderätin Ilse Jägerbauer sollen Christoph Krutzler und seine Mitarbeiter eine „Corona-Party“ gefeiert haben.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 04. Dezember 2020 (04:42)
Alles in Ordnung. Dieses Posting nahm Ilse Jägerbauer als Anlass für eine Aussendung.
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Die Nerven dürften bei einigen Politikern in Zeiten von „COVID-19“ schwach sein. In den letzten Tagen zeigte sich FPÖ-Gemeinderätin Ilse Jägerbauer mittels Aussendung enttäuscht über ÖVP-Bürgermeister Christoph Krutzler, der eine „Corona-Party“ mit Gemeindemitarbeitern gefeiert haben solle.

In ihrer Aussendung schreibt Ilse Jägerbauer: „Der Bürgermeister von Wiesfleck sollte eigentlich ein Vorbild für die Bevölkerung sein. Während des Lockdown-Light vor zwei Wochen feierte er mit seiner Schwester und den Mitarbeitern der Gemeinde wohl den 40. Geburtstag einer seiner Angestellten. Dabei war es den Proponenten wohl auch nicht zu blöd, die Aktion öffentlich auf Facebook zu posten“, so ein Auszug. Sie zweifelt dabei auch an, ob die Hygienevorschriften der Nachreinigung von Veranstaltungsräumlichkeiten eingehalten wurde, „oder das Gemeindeamt nun zum ‚Corona-Superspreader‘ wurde.“

Krutzler: „Wir hielten alle die Abstände ein“

Der Ortschef zeigt sich fassungslos. „Es war keine Party, wir haben lediglich das Büro der Mitarbeiterin, die 40 wurde, „aufgemascherlt“, und ein Foto gemacht, wo natürlich die Corona-Abstände eingehalten wurden“, erklärt Krutzler.

Er sieht das Foto auch nicht so dramatisch, „immerhin wurde es zum Zeitpunkt, wo es keinen Lockdown gab, gemacht.“ Zur Anschuldigung des „Corona-Spreaders“ meint Krutzler: „Ein totaler Blödsinn, es war keine Feier. Für mich ist es eine Bestätigung meiner Arbeit, wenn sich Gemeinderäte mit solchen Dingen beschäftigen und nicht um wichtigere Angelegenheiten.“