Jakob Riser sagte „adieu“. Bad Tatzmannsdorf: SPÖ-Gemeindevorstand Jakob Riser schied als SPÖ-Gemeindevorstand aus. Nach 30 Jahren in der Politik ist Schluss.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 25. Dezember 2020 (05:45)
Jakob Riser verabschiedete sich, ihm folgt Christine Kotschar.
Gemeinde

Der gebürtige Tiroler, Jakob Riser, verbrachte die Hälfte seines Lebens in der Kommunalpolitik. Sein politischer Werdegang begann 1992 in der Politik in Tirol. „Man hat es sich verdient, wenn man die Hälfte seines Lebens der Kommunalpolitik gewidmet hat, aufzuhören“, so Riser.

Er war Landesgeschäftsführer der SPÖ Tirol, Gemeindevorstand in Kirchberg, Parteivorsitzender, Landesgeschäftsführer, Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes in Tirol und zuletzt Gemeindevorstand und SPÖ-Vorsitzender in Bad Tatzmannsdorf. Aufgrund seiner gesundheitlichen Situation erklärte er Bürgermeister Gert Polster schon bei Eintritt in die SPÖ Bad Tatzmannsdorf, dass er bis zu seinem 60. Lebensjahr zur Verfügung steht.

Kotschar folgt Riser als Gemeindevorstand

Das wäre bereits im Februar gewesen, aufgrund der Corona-Pandemie beschloss er, noch ein paar Monate anzuhängen. Bei der letzten Gemeinderatssitzung verlautbarte er beim Punkt Allfälliges dann aber seinen endgültigen Rückzug aus der Politik. „Ich wollte noch den Rechnungsabschluss mittragen und ihn als Zuständiger in der Gemeinde abschließen, damit ich alles ordnungsgemäß übergeben kann.“ Bürgermeister Gert Polster akzeptiert seine Entscheidung: „Ich bedanke mich bei Jakob für seine Tätigkeit.“

Als SPÖ-Gemeindevorstand folgt ihm nun Gemeinderätin Christine Kotschar, ihr Amt übernimmt Ersatzgemeinderat Oliver Snurer. Wer ihm als Parteivorsitzender folgt, wird erst im Jänner intern entschieden. Zum Abtritt wünscht er sich für die Nachfolger im Gemeinderat: „Alle, die mir nachfolgen und 2022 neu in den Gemeinderat wechseln, sollen mit mehr Respekt behandelt werden und auch wertgeschätzt werden. Das war bisher nicht immer so.“