Weihnachtshaus: „Hype“, seit 30 Jahren. Sabine Gollnhuber begann ganz klein. Sie importierte Weihnachtsfiguren. Heuer feiert ihr Weihnachtshaus das 10-jährige Jubiläum.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 05. Dezember 2020 (04:39)
Alles muss im Weihnachtshaus passen. Sabine Gollnhuber überprüft alle Lämpchen genau und legt Hand an, damit die Besucher wieder auf ihre Kosten kommen.
Lexi

Etliche „Weihnachtselfen“ waren seit Anfang August beschäftigt, um das Haus der Familie Gollnhuber in Bad Tatzmannsdorf wieder auf Hochglanz zu bringen. 180 Figuren mit einer Höhe bis zu neun Metern erstrahlen im Hause von Sabine Gollnhuber.

600.000 Glühbirnen sorgen für Lichtermeer

Den Hype dafür hat sie vor fast 30 Jahren in kleiner Form begonnen, von Jahr zu Jahr kamen mehr Figuren dazu. Mittlerweile importiert sie diese aus Amerika. „Woody und seine Toy-Story“-Freunde wird man heuer bewundern können, aber auch „Batman“ darf nicht fehlen. Viele Engel sind ebenfalls dabei, wie das Weihnachtshaus und viele große aufgeblasene Santa-Feuerwehrmänner.

Heuer ist aufgrund der Pandemie alles anders, trotzdem lässt es sich die Südburgenländerin nicht nehmen und hat –, trotz „COVID-19“, einem eigens erstellten Einbahnsystem sowie Zutrittskontrollen – alles mit Hilfe ihres Mannes Gerald aufgebaut und hergerichtet, damit seit vergangenen Dienstag die 1000en Glühbirnen erstrahlen.

Neben den Aufbauarbeiten hat Sabine Gollnhuber aber auch alle Hände voll zu tun, um Schaulustige bei Laune zu halten, die schon jetzt gerne ihr Haus besichtigten wollen. „Die Nachbarn haben ihr Haus und die Einfahrt verbarrikadiert, damit niemand auf die Idee kommt, dort umzudrehen. Alle, die ich treffe, fragen mich schon, wann wir endlich aufsperren dürfen.“

Sie bittet, alle Gäste, wenn der Lockdown vorbei ist und sie auch Gäste durch ihren Garten gehen lassen darf, auf den Parkplätzen auf der Straße zu parken. „In den Anfangsjahren gab es in unserer Sackgasse einen Massenverkehr, die Autos sind über die Wiesen gefahren, eines ist sogar steckengeblieben.“

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Sabine Gollnhuber ist für die Phase nach dem Lockdown gerüstet. Sie stellte elektronische Schranken auf, alle Personen werden dort registriert, „sie schalten automatisch auf Rot, wenn die Anzahl der Personen, die sich im Garten befinden dürfen, erreicht sind“, erzählt die Charity-Lady. Zudem hat sie am Boden Markierungen erstellt, die den Besuchern zeigen, in welche Richtung sie gehen müssen. Auch heuer spendet Sabine Gollnhuber. Der Reinerlös kommt wie jedes Jahr wohltätigen Zwecken, unter anderem auch im Südburgenland, zugute.

Die Charity-Lady ist für alle Fälle vorbereitet, sie hat nämlich auch schon bei der Behörde vorgesprochen und angesucht, dass man die Öffnungszeiten auch ausdehnen könne. „Sollte ich nach dem Lockdown eine Bewilligung erhalten, und wir erst Tage später die Besucher begrüßen können, wird das Weihnachtshaus bis Mitte/Ende Jänner 2021 offen bleiben.“