31-Jähriger verlangte Nacktfotos von Kind. 31-Jähriger forderte Neunjährige auf, ihm Nacktfotos zu schicken. Jetzt muss er für acht Monate ins Gefängnis.

Von Elisabeth Kirchmeir. Erstellt am 13. August 2020 (05:51)
APA/Webpic

Auf einer Spieleplattform lernte ein damals im Bezirk Oberwart lebender 31-jähriger Mann am 3. Dezember 2019 ein neunjähriges Mädchen kennen.

Er forderte im Online-Chat das Kind auf, ihm über Whats-App Nacktfotos zu schicken, an sich selbst sexuelle Handlungen vorzunehmen und auch davon Bilder zu übermitteln.

Am Dienstag dieser Woche musste sich der Mann wegen schweren sexuellen Missbrauchs Unmündiger und pornografischer Darstellung Minderjähriger vor einem Schöffensenat verantworten.

Staatsanwältin Petra Bauer wollte von dem Angeklagten wissen, worum es sich bei dem von ihm benützten Online-Spiel gehe. „Da kann man Puppen anziehen und Häuser und Inseln bauen“, berichtete der Angeklagte, dessen Account auf der von Kindern frequentierten Spieleplattform den Namen „geil198831“ trug.

Nacktfotos wurden ausgetauscht

„Es kam soweit, dass unter Alkoholeinfluss Bilder ausgetauscht wurden“, gab der Angeklagte zu. Er habe nicht nur das Mädchen aufgefordert, Nacktfotos zu schicken, sondern auch von sich ein solches übermittelt.

„Magst du nackt sein Baby für mich?“, schrieb der heute 32-Jährige Mann an die Neunjährige. Es tue ihm leid, beteuerte der Angeklagte vor Gericht. Er habe selbst einen Sohn im Alter des Opfers.

Mutter entdeckte den Chatverlauf

Die Mutter des Mädchens hatte den Chatverlauf entdeckt. Sie gab sich als ihre Tochter aus und forderte den damals noch Unbekannten auf, ihr ein Foto von sich zu schicken, um einen Hinweis auf seine Identität zu erlangen. Über die Handynummer, die allerdings auf den Ex-Freund der jetzigen Lebensgefährtin des Angeklagten registriert war, konnte der Sextäter schließlich ausgeforscht werden. Der wegen anderer Delikte zweifach vorbestrafte Mann wurde zu 24 Monaten Freiheitsstrafe, davon 16 Monate bedingt verurteilt. Das Urteil ist rechtskräftig.