Tourismus-Bilanz: Im Minus, aber stabil. Der Bezirk Oberwart hat mit 1,5 Prozent das zweitgrößte Minus im Burgenlandvergleich.

Von Carina Fenz. Erstellt am 08. Februar 2019 (05:11)
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Die Rangliste der 20 Gemeinden mit den meisten Übernachtungen wird mit 512.880 weiterhin vom Kurort Bad Tatzmannsdorf angeführt.

In der vergangenen Woche wurde die Tourismusstatistik des abgelaufenen Jahres veröffentlicht. Während das Burgenland als einziges Bundesland mit einem Minus bilanziert, setzt sich der Negativ-Trend auch im Bezirk Oberwart fort, der ein Minus von 1,5 Prozent an Nächtigungen verkraften musste. Hat es 2017 noch 595.442 Nächtigungen gegeben, waren es im Vorjahr nur 586.696, was ein Minus von 8.746 ergibt. Das ist hinter dem Bezirk Jennersdorf, der gleich um 7,2 Prozent hinter dem Vorjahr liegt, die das zweitgrößte Minus.

 Schüler und Studenten als „Statistik-Touristen“

 Die Rangliste der 20 Gemeinden mit den meisten Übernachtungen wird mit 512.880 weiterhin vom Kurort Bad Tatzmannsdorf angeführt, obwohl heuer um knapp 17.000 Nächtigungen (-17,3 Prozent) weniger gezählt wurden. Im Bezirk Oberwart hat Pinkafeld, mit 20.108 in absoluten Zahlen, nach Bad Tatzmannsdorf die meisten Nächtigungen zu verbuchen. Im vergangenen Herbst sorgten die Nächtigungszahlen dort für viel Gesprächsstoff. Diskutiert wurde vor allem jener „Melde-Fehler“, der die Statistik in Pinkafeld 2017 auf 60.390 um 50.000 Nächtigungen angehoben hat. Aufgrund eines neuen Software-Programmes der „Step“-Gästehäuser wurden nämlich auch Schüler und Studenten in die Nächtigungsbilanz aufgenommen. Von Statistik Austria hieß es damals, man müsse auf die Gemeinden vertrauen. Pinkafelds SPÖ-Bürgermeister Kurt Maczek sprach von einem „einmaligen Fehler.“

Positiv hingegen die Entwicklung in Stadtschlaining (+44,2 Prozent), Oberwart (+18,2 Prozent), Kohfidisch (+18,9 Prozent) und Deutsch Schützen-Eisenberg (+7,5 Prozent). Im Plus sind auch Großpetersdorf (1,6 Prozent) und Unterkohlstätten (3,3 Prozent).

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