Tourismusstatistik: Trend zeigt nach oben. Im Bezirk Oberwart gab es bei den Nächtigungen coronabedingt ein Minus von 47,7 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Von Carina Fenz. Erstellt am 06. August 2020 (04:01)
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141.870 Nächtigungen wurden von Jänner bis Juni in der Region Oberwart verzeichnet. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres entspricht dies einem Minus von 47,7 Prozent, waren es doch 2019 in diesem Zeitraum 271.282 Übernachtungen gewesen. Ein Minus, bedingt durch die Coronakrise, welches schmerzt und auch in der zweiten Jahreshälfte nicht mehr aufzuholen ist.

Gute Entwicklung im zweiten Halbjahr

„Das erste Halbjahr brachte für den Tourismusverband Region Oberwart einen Einbruch der Nächtigungen von rund 50 Prozent“, schaut Tourismus-Geschäftsführer Harald Popofsits der Tatsache in die Augen, aber „nach den Rückgängen von bis zu 94 Prozent durch den Lockdown, zeigt sich im Juni wieder ein Trend für eine gute Entwicklung im zweiten Halbjahr“, blickt Popofsits positiv in die Zukunft. Zwar beträgt der Nächtigungsrückgang im Juni auch minus 30 Prozent, aber unter Berücksichtigung, dass unter anderem in Stadtschlaining ein großes Hotel geschlossen wurde und diese Nächtigungen für das gesamte Jahr 2020 ausfallen. Positiv ist auch der Anstieg der Aufenthaltsdauer“, erklärt der Tourismus-Chef.

Die unterschiedliche Entwicklung der Nächtigungen in den einzelnen Gemeinden kann man auf die Struktur der Gästebetten zurückführen. „Gemeinden in der Weinidylle mit einem großem Kellerstöcklangebot haben sich durch die Nachfrage an Kellerstöckl bereits gut entwickelt, Gemeinden mit gewerblichen Betrieben die zum Beispiel traditionell viele Busgruppen/Schüler/Vereine beherbergen (Pinkafeld, Großpetersdorf), werden es durch den starken Rückgang dieses Reisesegmentes weiter schwer haben, diese zu kompensieren“, so Popofsits, der dem Burgeland-Bonus-Ticket ein sehr gutes Zeugnis ausstellt. „Gerade für diese Betriebe wirkt sich das Burgenland-Bonus-Ticket sehr positiv aus. Für den Sommer Juli/August rechnen wir im besten Fall bereits mit einer ausgeglichenen Nächtigungsstatistik im Vergleichszeitraum zum Vorjahr“, ist Popofsits überzeugt.