Giftköder: Zwei Hunde und Katze starben an Vergiftung. Zwei Hunde und eine Katze starben in Eisenzicken nachweislich an einer Vergiftung. Betroffene Besitzerin erzählt von Drohungen aus der Ortschaft.

Von Vanessa Bruckner. Erstellt am 16. Januar 2019 (04:18)
Shutterstock.com, Dora Zett
Symbolbild

Innerhalb von fünf Monaten verlor eine Familie in Eisenzicken ihre beiden besten Freunde auf vier Pfoten. Beide Hündinnen wiesen nachweislich Symptome einer massiven Vergiftung auf und beiden Tieren konnte auch der rasch herbeigerufene Tierarzt nicht mehr helfen.

„Als erste traf es unseren jüngeren Hund, der sechs Jahre alt war. Wir haben sie tot im Garten gefunden“, berichtet die Besitzerin, die nicht namentlich genannt werden möchte. Der Grund dafür: Bereits vor zwei Jahren hat ein Bewohner aus Eisenzickens der Familie und auch deren Nachbarn damit gedroht, die Hunde umzubringen, sollten die Eigentümer die Tiere weiter behalten.

Familie erstattete Anzeige bei Polizei

Besagter Mann hat, laut Informationen die der BVZ vorliegen, auch bereits in einer anderen Gemeinde gelebt und ist dort mehrmals gegen Hundehalter vor Gericht gezogen, weil er sich vom Gebell der Tiere gestört gefühlt haben soll. Vor wenigen Tagen bemerkte die Hundehalterin dann, dass ihre zwölf Jahre alte Hündin krank ist. „Sie hat nicht mehr gefressen, wollte nicht mehr aufstehen, der Bauch war aufgebläht, gefolgt von Krampfanfällen und am Ende hat sie Harn erbrochen. Das waren die gleichen Symptome, die auch unser anderer Hund hatte, den wir im Sommer begraben mussten.“

Auch in diesem Fall konnte der Tierarzt nicht mehr helfen. „Beide Tiere wurden eindeutig vergiftet, aber das berüchtigte Rattengift war nicht im Spiel, da unsere Hündinnen keine innerlichen Blutungen aufwiesen.“ Laut einem Facebook-Eintrag vor einigen Wochen, starb auch eine Katze in Eisenzicken an den gleichen Symptomen wie die beiden Hunde der Familie, die jetzt Anzeige erstattet hat.

Ortsvorsteher Harald Haselbacher zu den Vorfällen: „Sollte sich der Verdacht bestätigen, wäre das ein Wahnsinn. Die Leute im Ort sind bereits sensibilisiert und werden gebeten, wachsam zu sein und auf ihre Tiere aufzupassen. Wir planen außerdem noch ein Informationsschreiben in Eisenzicken.“