Pinkafelder Gästehäuser in Not. Die STEP-Gästehäuser kämpfen in der Coronakrise mit finanziellen Problemen. Das Land soll nun helfen.

Von Eva-Maria Leeb. Erstellt am 15. Mai 2020 (05:45)
Die STEP-Gästehäuser beherbergen HTL-Schüler, FH-Studierende und in den Ferien Teilnehmer zahlreicher Kurse und Camps in Pinkafeld.
Leeb

Der „Verein zur Förderung der Schulen in Pinkafeld“ vormals „Verein zur Förderung der HTBL Pinkafeld“ wurde 1958 zum Zwecke der Ansiedelung einer „Höheren Technischen Mittelschule“ in Pinkafeld gegründet. Der Verein betreibt die STEP-Gästehäuser in Pinkafeld und Oberwart. Während des gesamten Bestehens des Vereins wurde die Infrastruktur außerhalb des Schulbetriebes für Kurse, Seminare und Veranstaltungen genutzt.

Coronakrise hat den Umsatz sinken lassen

Seit 2004 betreibt der Verein einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb in Form von Schulbuffets, im Jahr 2014 wurde auch das Hotelgewerbe angemeldet. All diese Tätigkeiten waren, laut Geschäftsführerin Andrea Liebmann notwendig, um den Bestand des Vereins zu sichern und die schulischen Angebote leistbar zu halten.

Die Coronakrise hat den Verein nun in eine finanzielle Schieflage gebracht. „Der monatliche Umsatz ist von 360.000 Euro auf 35.000 Euro zurückgegangen“, erklärt Liebmann. Durch das „Home Schooling“ gebe es keine Internatsschüler, die für Sommer geplanten Veranstaltungen stünden ebenfalls auf der Kippe.

„Der Juli ist komplett leer. Wie es im August mit Veranstaltungen und Camps aussehen wird, wissen wir derzeit noch nicht“, so Liebmann. Da die STEP-Gästehäuser als Privatinternate geführt werden, gebe es auch keine Förderungen vom Bund. Bis 30. Juni wurden 35 STEP-Mitarbeiter zur Corona-Kurzarbeit angemeldet, die landeseigene Wirtschaftsagentur übernimmt die Haftung für einen Überbrückungskredit. Vereinspräsident Bürgermeister Kurt Maczek bestätigt, dass es Verhandlungen mit dem Land gibt. Angedacht ist, dass die Landesimmobiliengesellschaft Belig die Immobilien des Vereins übernehmen soll, die Gästehäuser Burgenland Gmbh den STEP-Geschäftsbetrieb. „Ich glaube, die Häuser sind sehr gut zu führen, aber wir brauchen Hilfe“, sagt Liebmann, die zuversichtlich ist, dass es eine Lösung geben wird. „Wir sind auf einem guten Weg.“

Bei der Generalversammlung des Vereins am Dienstag dieser Woche wurde die finanzielle Lage besprochen und man war sich einig, die Gespräche mit dem Land weiter zu führen. Maczek ist zuversichtlich, dass es hier zu einer Einigung kommt, auch der Verein soll weiter bestehen bleiben.