Baustart für Großprojekte in Oberwart

Mehrere Millionen Euro werden in den nächsten Jahren in einen Neubau des ÖAMTC-Stützpunktes, das Hochhaus „H2“ und das Pinka-Center investiert.

Erstellt am 16. September 2021 | 05:33
symbolbild baustelle
Foto: NOEN, Pixabay.com

Drei Projekte, die nicht neu sind, aber lange in der Warteschleife hingen, stehen jetzt unmittelbar vor der Umsetzung. Gestern Mittwoch, fanden die Bauverhandlungen für den Neubau des ÖAMTC-Stützpunktes in der Nähe des „Transgourmet Cash&Carry Oberwart“ und des „Pinka-Centers“ von Klaus Glavanics, der im Vorjahr das Stadthotel „Telegraph“ in der Schulgasse eröffnet hat, im Bereich des Messegeländes statt. Glavanics investiert knapp sechs Millionen Euro in das Gastroprojekt, welches auch zahlreiche Büros — darunter die UNIQA-Versicherung — beheimaten wird. Knapp 100 Personen sollen im Pinka-Center ihre Arbeitsstätte finden. „Zusätzlich werden auf dem knapp 3.000 Quadratmeter großen Grundstück auch sieben Appartements entstehen“, kündigt der Glavanics an.

Das Interesse an dem Projekt sei riesig, es gebe derzeit sogar Gespräche, „eine zweite Ausbaustufe in Planung zu geben“, erklärt der Bauherr. Die Gründe sind dafür ganz klar die gute Lage und die Parkplatzsituation. Der Gastrobereich mit Abholshop, Küche und Marktrestaurant, welches auf Biospeisen ausgerichtet ist, sowie ein Veranstaltungssaal für knapp 200 Gäste soll bereits im kommenden Spätsommer fertiggestellt werden. Am Mittwoch, dem 22. September — jenem Tag übrigens an dem OSG-Obmann Alfred Kollar seinen 60. Geburtstag feiert, — wird auch der Spatenstich für das neue Oberwarter Hochhaus „H2“ sein.

Hochhaus "H2" soll 36 Meter hoch werden 

Die Planungen für den Bau, die vor knapp fünf Jahren bekannt wurden und eigentlich 2018 gestartet hätten werden sollen, haben sich aufgrund des aufwendigen Projekts und einigen Einsprüchen in die Länge gezogen. Das „H2“ soll mit einer guten Mischung von Geschäften, Büros und Wohnungen das Stadtzentrum beleben. Das 36 Meter hohe Gebäude mit elf Stockwerken – die oberen sechs sind für Wohnungen reserviert, – wird vom Architekturbüro BPM nach ökologischen Kriterien geplant. Solarpaneele an der Süd- und Westseite sollen Strom produzieren, unter anderem für Ladestationen für E-Autos. Zwei von ihnen werden per Car-Sharing den Bewohnern zur Verfügung stehen, ebenso einige E-Bikes.

Die Baukosten für die 2.000 Quadratmeter Nutzfläche betragen rund sechs Millionen Euro. Läuft alles nach Plan, dann soll das zweite Hochhaus der Stadt Ende 2023 fertiggestellt werden, „am besten am 22. September 2023“, schmunzelt Kollar, denn „verrückt bin ich und das wird sich auch im Alter nicht mehr ändern.“