Initiative sagt dem Elektromüll den Kampf an. Eine Handvoll engagierter Experten organisiert regelmäßig ein „Repair-Café“, bei dem aus Wegwerfprodukten wieder Gebrauchsgegenstände werden.

Von Dorothea Müllner-Frühwirth. Erstellt am 07. Juni 2019 (04:14)
Crea.Com.
Unter der fachgerechten Anleitung der Experten konnte so manches Gerät wieder in Betrieb genommen werden und landet nicht auf dem Sperrmüll.

Ein Föhn, ein Bügeleisen, ein Toaster: Elektrogeräte aus unserem Alltag, die wir alle kennen und verwenden, und die – so scheint es – oft ein paar Tage nach Ablauf der Garantie uns ihre Dienste plötzlich verweigern. Was dann? Ab damit in den Müll? Schnell ein neues Gerät kaufen, es gibt ja laufend günstige Angebote? Oder gibt es eine Alternative?

Ein engagiertes Team hat in Großpetersdorf dem Elektromüll den Kampf angesagt. Im „Repair-Café“ geben Michel Heftrich, Fritz Müllner und Leopold Ruika ihr professionelles Know-how weiter. Schon fünf Mal fanden die Treffen im Café Elly statt. Jeder, der ein defektes Gerät hat, kann damit vorbeikommen und erhält vor Ort wichtige und explizite Tipps von den Experten, die auch das Werkzeug und Messgeräte zur Verfügung stellen. Kosten fallen dabei keine an.

So sollen die Ressourcen geschont und eine unnötige Müllproduktion vermieden werden. Durch die Anleitung der Fachleute können die „Hobby-Elektriker“ ihr neues Wissen in den Alltag integrieren, und so manches Gerät findet wieder zurück an seinen Platz und leistet noch viele Jahre tadellose Arbeit, statt am Müll zu landen.

Repair-Café mit Tipps von den Profis

Das Repair-Café soll in Zukunft einmal pro Monat stattfinden, die Termine werden auf www.grosspetersdorf.at bekannt gegeben. Am 13. Juni gibt es ein „Mutter Erde Repair-Café“ im Oho in Oberwart. Von 16 bis 19 Uhr haben sich auch bereits prominente Gäste angemeldet, wie Uschi Zezelitsch, Niki Kracher und Georg Rosner. Jeder kann mit einem tragbaren, defekten Gerät vorbei kommen, denn auch die Experten stehen wieder mit Rat und Tat bereit.