Erstellt am 15. August 2018, 05:13

von Michael Pekovics

Billige Gründe im Süden. In den Bezirken Eisenstadt oder Neusiedl kosten Grundstücke rund zehn Mal so viel wie in Güssing oder Jennersdorf. Auch in Oberwart sind die Preise doppelt so hoch.

Symbolbild  |  shutterstock.com/Sasun Bughdaryan

169,7 Euro kostete ein Quadratmeter Grund im Bezirk Eisenstadt – im Durchschnitt über die Jahre 2013 bis 2017 gerechnet, in Neusiedl am See 121,8 Euro. Anders im Südburgenland, wo ein Quadratmeter Grund im Bezirk Jennersdorf 11,1 Euro, im Bezirk Güssing 11,9 Euro und im Bezirk Oberwart 21,9 Euro kostet.

Die aktuellen Daten der Statistik Austria zeigen also ein massives Nord-Süd-Gefälle im Burgenland. Ein Blick auf ganz Österreich wiederum zeigt ein klares West-Ost-Gefälle – bekommt man etwa für 1.000 Euro gerade einmal fünf Quadratmeter Grund im Bezirk Zell am See, kann man im Bezirk Oberwart damit gleich 46 Quadratmeter erwerben. Im Österreich-Schnitt kostet ein Quadratmeter Grund übrigens 86 Euro.

Fünf Gemeinden über 30 Euro/Quadratmeter

BVZ

Wirft man einen Blick auf die Durchschnittspreise in den einzelnen Gemeinden, knacken nur Oberwart, Bad Tatzmannsdorf, Pinkafeld, Neustift an der Lafnitz und Unterwart die 30 Euro pro Quadratmeter-Marke. In den beiden südlichen Bezirken schaffen es nur Güssing, St. Michael, Rudersdorf und Stegersbach über die 20 Euro, in der Bezirkshauptstadt Jennersdorf ist ein Quadratmeter im Schnitt schon um 18,1 Euro zu haben.

Auch beim Wohnungseigentum hinkten die vier südlichen Bezirke hinterher: Mit Oberpullendorf, Oberwart, Güssing und Jennersdorf befinden sich gleich vier Bezirke unter den zehn günstigsten Österreichs – Oberwart ist mit einem Preis von 1.080 Euro pro Quadratmeter Wohneigentum noch der günstigste in diesem Quartett. Der Grund: die geringe Nachfrage.