Widerstand gegen Oberwarter Stadtchef regt sich. „Legendero“-Chef Gerhard Schermann übt Kritik an Stadtchef Rosner. Dieser habe nichts für Betriebe in der Innenstadt übrig.

Von Carina Fenz. Erstellt am 04. Juli 2019 (03:32)
BVZ
Gerhard Schermann will mit dem Schriftzug „Es ist ein guter Tag für Oberwart? Es ist eine schlechte Zeit für einheimische Unternehmer!“ auf das „Aussterben“ der Innenstadt aufmerksam machen.

Im Zuge der Rubrik „Frag die BVZ“ wollte ein Leser wissen, was hinter dem Spruch auf der Terrasse des Lokals „Legendero“ in der Oberwarter Schulgasse, „Es ist ein guter Tag für Oberwart? Es ist eine schlechte Zeit für einheimische Unternehmer!“, steht.

Die BVZ hat bei Lokalbesitzer Gerhard Schermann nachgefragt: „Den Satz ‚Es ist ein guter Tag für Oberwart‘ hat Stadtchef Georg Rosner beim Spatenstich für das neue Stadthotel erwähnt. Ich hab ihn, um den Satz ‚Es ist eine schlechte Zeit für einheimische Unternehmer‘ erweitert, denn die aktuelle Stadtpolitik, hat aktuell nichts für die Belebung der Innenstadt übrig“, erklärt Schermann, der vor allem Georg Rosner scharf kritisiert.

„Der Bürgermeister freut sich nur, wenn etwas neues gebaut wird und hat für diejenigen, die seit Jahren Betriebe in der Innenstadt haben, nichts übrig. Am laufenden Band schließen Traditionsgeschäfte in der Innenstadt, aber das scheint niemanden zu interessieren“, so der Vorwurf des Gastronomen.

„Der Bürgermeister freut sich nur, wenn etwas neues gebaut wird "

„Auch ein neues Hotel zu errichten ohne eine Lösung für die Parkplatzproblematik in der Schulgasse (Anm. Gebührenpflicht) zu haben ist blauäugig. Da geht es auch nicht um Neid, denn Wettbewerb schadet nie, sondern um die Verdrängungstaktik, dass die Innenstadt ein großes Problem hat“, meint Schermann.

Angesprochen auf die Vorwürfe rechtfertigt sich Stadtchef Rosner im Gespräch mit der BVZ: „Wenn sich in Oberwart ein Betrieb ansiedelt, dann kann ich als Bürgermeister nur froh sein. Dass wir keinen Gewerbeverein mehr haben, tut mir weh, aber wir sind sehr bemüht, seitens der Gemeinde, Initiativen in der Innenstadt zu setzten, sei es die geplante Verlegung des Busbahnhofes oder die Installierung eines City-Managers, um eine bessere Verbindung zwischen Unternehmern und Stadt aufzubauen“, so Rosner.