Oberwarter Krankenhaus-Neubau im digitalen Zeitraffer. Eine Kamera verfolgt den Neubau des Krankenhauses. Alle zehn Minuten wird ein Bild gemacht. Die Arbeiten liegen im Zeitplan.

Von Carina Fenz. Erstellt am 15. Oktober 2020 (04:57)

Auf einer Grundfläche von 44.800 Quadratmeter, bei einer verbauten Fläche von 16.000 Quadratmeter wird bis 2024 das neue Krankenhaus in Oberwart als neues Schwerpunktspital im Südburgenland errichtet.

Der Baufortschritt wird genau dokumentiert, die Baustelle genau gefilmt, nämlich rund um die Uhr und sieben Tage die Woche — bis zur Fertigstellung im Jahr 2024. Die Baustellenkamera — die übrigens am Turm des aktuellen Krankenhauses befestigt wurde — ist eine Spezialanfertigung der Grazer Firma Fast Motion Systems. „Diese Kamera hält Wind und Wetter stand und hat sogar einen eigenen Blitzableiter“, verrät KRAGES-Pressesprecher Leo Szemeliker.

Mehr als 200.000 Fotos bis zur Fertigstellung

Die High-Tech-Kamera macht alle zehn Minuten ein Bild der Baustelle, bis zum Einzug ins neue Krankenhaus wird es insgesamt über 200.000 Bilder von der Baustelle des neuen Krankenhauses geben, die den Baufortschritt dokumentieren.

Aktuell werden die Bilder von der KRAGES nur für den internen Gebrauch verwendet. „In weiterer Folge sollen die Bilder aber auch der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Geplant ist, dass es Zeitraffer-Filme aus den Einzelfotos im Besucherzentrum des neuen Krankenhauses geben soll. Aufgrund der derzeitigen Corona-Situation wurde dieses jedoch noch nicht eröffnet“, weiß Szemeliker.

Ausschreibungen bis November

Die Erd- und Bauvorbereitungsarbeiten liegen aktuell übrigens voll im Zeitplan. „Im November werden die Gewinner der Ausschreibungen für Heizung-, Klima-, Lüftungs-, Sanitär-, und Elektroarbeiten bekannt gegeben. „Wenn die Witterung hält, dann sollen auch die Hochbauarbeiten noch im heurigen Jahr starten“, verrät Szemeliker. Spätestens dann, geht es auf der Baustelle Schlag auf Schlag, immerhin gilt es ja 235 Millionen Euro — die größte Investition in der Geschichte des Landes — bis zum Jahr 2024 zu verbauen.

319 Betten und mehr Leistungen

Das neue Krankenhaus, welches 319 Betten umfasst, soll das Leitspital für die Region Südburgenland-Oststeiermark werden und 2024 in Betrieb gehen.

Das Leistungsangebot wird im neuen Krankenhaus im Vergleich zum aktuellen Spital umfassend modernisiert und erweitert. Dazu zählen auch erstmals eine Herzkatheter-Station für das Südburgenland, die neueste Ausstattung in der Radiologie oder in der Dialyse sowie sieben OP-Säle. Angesichts der Corona-Welle betonte man bereits beim Spatenstich im Mai dieses Jahres auch, dass es auch mehr Isolierbetten geben wird. Dies sei aber allerdings schon vor der Krise in die Planung eingeflossen.