Denn sie wissen nicht, was sie tun. Über eine antisemitische und respektlose Art der blinden Zerstörungswut

Von Carina Fenz. Erstellt am 12. Juni 2019 (03:03)

Zwei Schauplätze, zweimal dasselbe Bild: Hakenkreuze und Nazi-Parolen. Sowohl der Kreuzweg am Kalvarienberg in Pinkafeld als auch die Ortstafel wurden in der Vorwoche von Vandalen heimgesucht.

Der Vorfall wurde gleich der Polizei gemeldet, mittlerweile ermittelt auch das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung. Die brennendste Frage in solchen Fällen ist meistens, die nach dem warum, auch wenn es kaum nachzuvollziehen ist. Ist es Langeweile, eine Mutprobe oder Gruppenzwang? Fest steht jedenfalls: Sachbeschädigungen jeglicher Art sind schlichtweg dumm und vor allem, wenn es sich noch dazu um die Verbreitung von nationalsozialistischem Gedankengut handelt.

Einen Hinweis auf die Täter gibt es aktuell noch nicht, aber es kann davon ausgegangen werden, dass die beiden Vandalenakte in Zusammenhang stehen, heißt es auch von den ermittelnden Beamten.

Die Chance, die Täter danach zu fragen, ist wohl auch gering, denn solche Fälle können meist nur durch Glück oder Zufall aufgeklärt werden. Aber werden die Täter doch noch gefasst, dann sollte die Strafe nicht nur viel Geld kosten, sondern auch einen Exkurs in die Geschichte beinhalten.