Über die Region hinaus denken. Carina Fenz über Diskussionen um den Verbandsnamen „Südburgenland Tourismus“

Von Carina Fenz. Erstellt am 06. März 2019 (02:50)

„Zusammen ist man stark“, heißt es in einem bekannten Sprichwort und auch der größte Tourismusverband des Landes, nämlich der Tourismusverband Oberwart, der nach dem Zusammenschluss mit dem Verband in Güssing 51 Gemeinden, 1.200 Gästebetten und mehr als 120.000 Nächtigungen zählt, hat sich diese Redensart als Leitspruch gesetzt und vermarktet sich in der breiten Öffentlichkeit weiterhin als Südburgenland Tourismus.

Im Land ist man mit der eigenständigen Vermarktung des Verbandes weniger glücklich, denn eigentlich sollte seit der Einführung des neuen Tourismusgesetzes der Name Südburgenland Tourismus nicht mehr als solcher repräsentiert werden. Die Touristiker im Süden wollen das Gesetz aber nicht so genau nehmen und argumentieren mit der Vielfalt der Region.

Verständlich, denn der Gast kennt und schätzt das Südburgenland seit Jahren und will die Vielfalt von Bernstein bis Kalch kennen lernen. Um das zu erreichen muss auch die Region Jennersdorf mittanzen, um im Triple noch stärker aufzutreten. Dafür müssen die Touristiker ihr Verhandlungsgeschick beweisen und sind sie erfolgreich, dann ist es noch mehr gerechtfertigt, wenn man Gnade vor Recht walten lässt.