Wahnsinn bleibt ein Hilfsausdruck. Über den beinahe schon faszinierenden Kampf um den Erhalt der 2. Liga.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 05. Juni 2019 (01:48)

Der SV Heiligenkreuz hatte es vor etwas mehr als einem Monat in eigenen Händen: Im heimischen Waldstadion hätte es „nur“ eines Sieges bedurft, um den SV Großpetersdorf, der einer der größten Traditionsvereine des Landessüdens ist, zurück in die 1. Klasse zu schicken. Das passierte beim damaligen 0:3 nicht und so ließ der HSV den mittlerweile einzigen Konkurrenten um den Klassenerhalt in der 2. Liga Süd weiter am Leben.

Es kam, wie es kommen musste: Die schon abgeschriebenen Großpetersdorfer eilten zuletzt von Sieg zu Sieg und weil die Heiligenkreuzer am Samstag ihr Derby gegen Rudersdorf mit 0:2 verloren, überholte die Elf von Andi Konrad den Konkurrenten aufgrund des 4:3 in Schlaining.

Und prickelnder, brisanter, intensiver und ganz einfach dramatischer kann die Konstellation des letzten Spieltags für neutrale Beobachter gar nicht sein: Großpetersdorf empfängt Heiligenkreuz-„Nachbar“ Jennersdorf, während die Großpetersdorfer Nachbarn aus Rechnitz den HSV zum Tanz bitten. Klar ist, dass da auf keinen Fall abgeschenkt wird.

Die Rechnitzer bangen um ihren größten Derby-Konkurrenten und im Gegenzug hat Jennersdorf-Coach Martin Sitzwohl, der mit Heiligenkreuz in die 2. Liga aufstieg und zudem BFV-Cupsieger wurde, eine enge Bindung zum HSV. Wer es schafft? Komplett offen. So bleibt Wahnsinn nur ein Hilfsausdruck.