Wer weiß, wofür es noch gut ist . Über den Abstieg des SV Großpetersdorf, der positive Wirkung haben könnte.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 12. Juni 2019 (01:26)

Der SV Großpetersdorf bettelte in den Vorjahren oft um einen Abstieg aus der 2. Liga Süd in die 1. Klasse. Dabei schaffte man es auf den letzten Drücker immer irgendwie, doch noch oben zu bleiben. Auch am Samstag sah es nach 45 Minuten gut aus: Selbst führte man gegen Jennersdorf mit 2:0, während der einzig verbliebene Konkurrent aus Heiligenkreuz in Rechnitz mit 0:1 hinten lag. Plötzlich wendete der HSV das Geschehen auf 2:1, während der SVG erst den Anschluss kassierte und dann spätestens mit dem Ausgleich in seine Einzelteile zerfiel. Die Stimmung beim letztendlichen 2:5 hatte klarerweise höchst Tristes.

Nun geht es zurück nach unten, wobei man im Winter vieles versuchte und eine auch nominell gute Truppe beisammen hat. Diese braucht auf gewissen Positionen (Tor, Innenverteidigung) Feinjustierungen, aber das Gros des Kaders ist gut genug, um in der neuen Klasse eine prägende Rolle einzunehmen. Klar ist, ein Verein wie der SVG muss das Ziel des direkten Wiederaufstieges anpeilen. Ob das dann schon 2020 gelingt, sei dahingestellt, wichtiger ist sowieso die Entwicklung, um nicht bei einer Rückkehr erneut ständig ins Schlingern zu kommen. Vielleicht tut es auch gut, nicht immer in Abstiegsgefahr zu sein und Erfolgserlebnisse zu tanken, wobei auch die 1. Klasse beinhart wird: Frag nach in Tobaj oder Wiesfleck!