Oberwart

Erstellt am 10. Oktober 2018, 04:31

von Dorothea Müllner-Frühwirth

Parkhaus als Startschuss für Großprojekt. Mit dem Spatenstich für das Parkhaus wurde ein symbolischer erster Akt für das Gesamtprojekt Spitalbau-Neu gemacht. Der Baustart dafür soll im Jahr 2020 erfolgen.

Es wird das modernste Krankenhaus Österreichs – und das größte Projekt des Landes. 160 Millionen Euro sollen in den Neubau des Krankenhauses Oberwart investiert werden.  |  Archiv

Die Bauarbeiten für die neue Parkgarage beim Krankenhaus Oberwart haben zwar längst begonnen, am Dienstag der Vorwoche erfolgte aber mit dem Spatenstich der offizielle Beginn für das Projekt. „Mit diesem Spatenstich setzen wir symbolisch den ersten Akt für das Gesamtprojekt Spitalbau-Neu des Krankenhauses Oberwart. Im Detail sind wir auch bei den Vorarbeiten für die Realisierung dieser medizinischen Einrichtung voll im Zeitplan.

Spatenstich für die Parkgarage. Günter Radl, Stellvertretender Kaufmännischer Leiter Krankenhaus Oberwart, Dietmar Ochsenhofer, Betriebsratsvorsitzender Krankenhaus Oberwart, Bürgermeister Georg Rosner, KRAGES-Geschäftsführer Harald Keckeis, Landesrat Hans Peter Doskozil, Landtagspräsident Christian Illedits, BELIG-Geschäftsführer Heinz Fellner, STRABAG-Direktionsleiter Franz Grandits und STRABAG-Prokurist Robert Kallinger beim Spatenstich für die Errichtung einer Parkgarage beim Krankenhaus Oberwart.  |  Carina Fenz

So wollen wir 2019 die Ausschreibung abwickeln und 2020 mit dem Spatenstich die für den Zeithorizont von drei Jahren anberaumte Bauphase für den Neubau beginnen“, erklärt Landesrat Hans Peter Doskozil.

Rechnungshofbericht wird 2019 erwartet

Aktuell prüft der Bundesrechnungshof die Planung des geplanten Neubaus. Ein Ergebnis wird Anfang des nächsten Jahres erwartet. Auch der Landesrechnungshof befasst sich aktuell mit der KRAGES, dieser Bericht soll Ende des Jahres kommen.

Der Probebetrieb für das Krankenhaus-Neu soll laut Doskozil 2023 starten, der Vollbetrieb dann rund ein Jahr später. Vor rund einem Jahr hat Doskozil angekündigt, den Neubau zu prüfen. Konkret sprach er davon, ein „zukunftsorientiertes Gesamtkonzept im Gesundheitsbereich umsetzen zu wollen.“ Vor allem der Kostenpunkt sollte, entsprechend der zukünftigen Erfordernisse , neu geprüft werden.

„Hier sind wir im Plansoll“, will sich Doskozil aktuell nicht zu den Kosten äußern. Die 160 Millionen Euro sollen jedoch nicht überschritten werden. Ab 2019 soll dann die Bevölkerung mit einer umfassenden Infokampagne — Modellausstellung — über das Krankenhaus-Neu informiert werden.

Parkgarage wird im Juli 2019 fertiggestellt

Die erste Ausbaustufe der Parkgarage neben dem Krankenhaus wird bis Juli 2019 fertiggestellt. Ab der Inbetriebnahme wird die KRAGES zunächst vorrangig den Mitarbeitern des Krankenhauses 462 neue Stellplätze, davon 318 Stellplätze in der Garage und 144 Freiparkplätze anbieten. Die Tarife werden derzeit berechnet und vor der Eröffnung bekannt gegeben. Die neue 15 Meter hohe Garage liegt über der Straße vom aktuellen Mitarbeiter-Parkplatz, ist aber von der Planung so ausgelegt, dass sie für den Neubau des Krankenhauses optimal platziert ist.

Die Investitionssumme beläuft sich auf rund vier Millionen Euro. In der zweiten Bauphase — erst dann wenn das neue Krankenhaus in Betrieb ist — soll die Parkgarage erweitert werden. „Längerfristig werden wir die doppelte Anzahl an Stellflächen brauchen, daher besteht die Option, die Parkgarage zu erweitern“, heißt es von der KRAGES. Im Vollausbau sollen dann bis zu 825 Stellplätze entstehen.

Verkehrskonzept ist in Planung

Die Zufahrt ins Parkhaus wird über die Sportlände erfolgen, der Ausgang führt Richtung Dornburggasse, hier wird in Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde an einem Verkehrskonzept gefeilt. Hier soll das Krankenhaus an die Umfahrung der B63a angebunden werden. Die Errichtung eines neuen Kreisverkehrs im Bereich der gesperrten Ausfahrt auf die B63a (Anmerkung: Verlängerung Messelände) ist bereits fix, auch wenn die Pläne dafür noch nicht ausgefeilt sind. „Das wird noch einige Wochen dauern, wir arbeiten ganz eng mit der Landesstraßenverwaltung zusammen“, erklärt Rosner, für den die Kreisverkehr-Lösung perfekt wäre. „Die Anbindung an die B63a ist logisch, sowohl was Verkehrsfluss als auch Sicherheit betrifft“, so Stadtchef Rosner.