Energie für die Region aus Markt Allhau

Erstellt am 01. Dezember 2022 | 04:35
Lesezeit: 2 Min
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Der Tierarzt Christoph Haller betreibt in Markt Allhau den größten Rinderstall Österreichs. Außerdem leitet er das Bullinarium, in dem der Landwirt Infotainment für KonsumentInnen und LandwirtInnen anbietet und so über die Hintergründe der Kreislaufwirtschaft informiert.
Foto: Haller
In seiner Kreislaufwirtschaft setzt sich Christoph Haller für verschiedene Nachhaltigkeitsprojekte ein.

In seiner Kreislaufwirtschaft versucht Tierarzt Christoph Haller, vorwiegend nachwachsende Rohstoffe zu verwenden und nicht-nachwachsende Rohstoffe möglichst lange und effizient im Kreislauf zu belassen. Zum Nachhaltigkeitsgedanken dahinter gehört auch, dass der Mist der Tiere ebenso verwertet wird. Mit diesem erzeugt der Landwirt Strom.

Seit dem Beginn der Energiekrise ist die Energieerzeugung ein Thema, für das sich Christoph Haller verstärkt einsetzt. „Wir könnten mit der erzeugten Menge den Bedarf von 3000 Haushalten decken“, erklärt der Markt Allhauer. Acht bis neun Prozent der erzeugten Energie fließen zurück in die Kreislaufwirtschaft, der Rest wird mittels Fernwärme in der Region verteilt. „Es geht mir auch darum, die Wertschöpfung in der Region zu halten“, meint der Landwirt.

Biodünger für mehr Lebensmittelsicherheit

Ein weiteres Thema, das Christoph Haller seit Ausbruch des Ukrainekrieges besonders wichtig ist, ist die Produktion von Biodünger. Pro Jahr produziert er rund 10.000 Tonnen, die er auch weiterverkauft. Das sei jetzt besonders wichtig, da Dünger in der Landwirtschaft essenziell sei, um Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln gewährleisten zu können.

Bei all seinen Projekten stehe die Kreislaufwirtschaft im Mittelpunkt, wie Haller betont. „Es ist wichtig, dass wir die Natur nur leihweise nutzen, aber nicht benützen“, so der Tierarzt und Landwirt abschließend.