Knoten-Verknüpfung als Leidenschaft von Pinkafelderin. Sie liebt Handarbeit. Magdalena Frohnwieser schafft mit ihren Makramees ein bisschen Strandfeeling. Und Coolness. Und Schönes, das sowieso.

Von Vanessa Bruckner. Erstellt am 24. Oktober 2020 (13:53)

Womit manch andere Handarbeit offiziell beendet ist, darin liegt Magdalena Frohnwiesers Kunst an sich: der Knoten. Okay, es sind meist hunderte, gar tausende Knoten für ein Makramee, so nennt sich die aus dem Orient stammende Knüpftechnik, mithilfe derer man Ornamente, Textilien oder sogar Schmuck fertigt. Aber je mehr Knoten, umso wilder ist Magdalena drauf, denn „knüpfen ist mein Ausgleich zum oft stressigen Alltag. Es gibt kaum Besseres, als abends heimzukommen, Netflix aufzudrehen und an einem Makramee zu arbeiten“, so die Kindergartenpädagogin, die sich schon seit „fast immer“ für Handarbeit begeisterte. „Nur stricken kann ich noch immer nicht so gut, wie die Mama.“

Dafür aber hat die 22-Jährige den Bogen beim Knüpfen wortwörtlich raus, fertigte sie doch sogar den Traubogen für die Hochzeit ihrer besten Freundin und Makramee-Verbündete Anika in stundenlanger Arbeit selbst. „Das war bislang mein Meisterstück, allein fürs Auffädeln hab ich vier Stunden gebraucht und dann noch ein gutes Monat Arbeit, bis der Traubogen fertig war.“

Flinke Finger und ein gschaftiger Lockdown

Letztes Jahr im Advent begann Magdalenas Liebe zum Knüpfen und was soll man sagen: Der Knoten verbindet Magdi und ihre Kunstwerke seither fest.

„Ich wollte zu Weihnachten etwas Selbstgemachtes verschenken und stieß im Internet auf eine Anleitung für ein Makramee. Begonnen habe ich mit einem einfachen Untersetzer. Einen ganzen Tag bin ich daran gesessen und er ist trotzdem in die Hose gegangen, also nix geworden. Das hat mich dann schon gefuchst und gleichzeitig angespornt, besser darin werden. Es ist schon irre, wie viele verschiedene Techniken für Knoten es eigentlich gibt“, sinniert die junge Pinkafelderin lachend.

Blumenampeln, Windlichter, Untersetzer, Wandbehänge, Serviettenringe oder Schlüsselanhänger – kein Garn ist vor Magdalenas flinken Fingern seither sicher und Geschenke für jeden Anlass wiederum nicht mehr Mangelware. Neue Knüpftechniken erlernt die hübsche Handarbeitsfee meist mithilfe von Youtube-Videos. „Beim Garn für die Makramees setze ich auf Bioqualität. Das ist mir wichtig.“

Wie viel Zeit sie bereits mit dem Knüpfen von Knoten verbracht hat, kann Magdalena zwar nicht konkret angeben, aber „es waren bestimmt nicht wenige Stunden.“ Und fügt dann noch schnell an: „Aber so hab ich die Zeit während des Lockdowns zumindest sinnvoll genützt.“ Das Holz für die Wandbehänge sammelt die Pädagogin am liebsten entlang der Pinka und viel mehr als das Garn und einer Kleiderstange, die beim Knüpfen der großen Makramees behilflich ist, braucht sie auch nicht für ihre Kunstwerke.

Auf die Frage hin, wie man knüpfen und gleichzeitig einen Film gucken kann, antwortet Magdalena Frohnwieser augenzwinkernd: „Ich schau dann halt Gossip Girl, da kenn ich schon fast alle Folgen auswendig.“ Und Magdalenas Freund darf sich, so meint die sympathische Pinkafelderin gespielt streng, obgleich des zeitaufwendigen Hobbys seiner Freundin, trotzdem nicht beschweren. „Der spielt Fußball, muss ich noch mehr sagen?“