Leitner als interimistischer Vorstandsdirektor bestellt. Leonhard Schneemann ist neuer Landesrat. Andreas Leitner, ehemaliger Doskozil-Büroleiter, folgt ihm als interimistischer Vorstandsdirektor der Kurbad Tatzmannsdorf AG.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 13. August 2020 (11:17)
Der Oberwarter Andreas Leitner wurde als interimistischer Vorstandsdirektor bestellt
BVZ/Archiv

Die Nachfolge von Leonhard Schneemann als Vorstandsdirektor der Kurbad Tatzmannsdorf AG, der heute als neuer Landesrat angelobt wurde, ist geklärt. Aufsichtsratsvorsitzender Helmut Löffler berief noch gestern, Mittwoch, eine Sitzung ein, wo am Abend Andreas Leitner als interimistischer Nachfolger beschlossen wurde. Im Aufsichtsrat befinden sich elf Mitglieder, davon sieben Kapitalvertreter.  

 „Wir mussten handeln. Der Aufsichtsrat hat beschlossen, Andreas Leitner interimistisch mit dieser Stelle zu betrauen“, erklärt Aufsichtsratsvorsitzender Helmut Löffler.

Die Ausschreibung für den Posten soll dann in den nächsten Wochen erfolgen. Löffler rechnet damit, dass die Bewerbungsfrist bis Oktober läuft und es vor Ende des Jahres oder spätestens im Jänner 2021 einen offiziellen Vorstandsdirektor geben wird. Löffler gratuliert aber schon jetzt beiden Seiten: „Leo Schneemann hat seine Arbeit gut gemacht und ich bin auch überzeugt, dass mit Andreas Leitner eine sehr gute Wahl getroffen wurde.“ 

Nach der Bestellung von Leitner zum interimistischen Vorstandsdirektor der Kurbad Tatzmannsdorf AG hagelt es seitens der ÖVP Kritik. „Freunderlwirtschaft und Postenschacherei ist bei Doskozil offenbar gängige Praxis“, kritisiert ÖVP-Landesgeschäftsführer Patrik Fazekas. Außerdem hinterfragt Fazekas die Qualifikation Leitners als Chef der Kurbad Tatzmannsdorf AG.

„Als AHS-Lehrer in den Fächern Germanistik und Geschichte ist Leitner nicht unbedingt für diesen Posten geeignet. Aber offenbar reicht im Burgenland als Qualifikation, Freund oder Bekannter von Doskozil zu sein. Das Postenkarussell dreht sich weiter und weiter. Die Frage ist: Welcher Freund oder Bekannter von Doskozil bekommt den nächsten Job?“, so Patrik Fazekas abschließend.