Ein Brief an Doskozil von Kunsttischler Potzmann. Kunsttischler Franz Potzmann aus Litzelsdorf will sich mit der Situation des öffentlichen Verkehrs im Südburgenland nicht abfinden und hat dem Landeshauptmann geschrieben.

Von Eva-Maria Leeb. Erstellt am 16. November 2019 (11:06)
Hat dem Landeschef geschrieben. Franz Potzmann.
zVg

Franz Potzmann ist unzufrieden. Konkret mit dem öffentlichen Verkehr im Südburgenland, der dem Kunsttischler „nicht zufriedenstellend genug ausgebaut ist“. In einem Brief an Landeshauptmann Hans Peter Doskozil versuchte Potzmann, seinem Ärger Luft zu machen.

Die „Wutrede“ brachte dem Litzelsdorfer viele Reaktionen auf Facebook ein, die meisten davon fielen positiv für Potzmann aus. Im Brief heißt es unter anderem: „In Richtung Graz gibt es mehr oder weniger gar keine Verbindung. Erst ab Hartberg, das wiederum nur mit dem Auto erreichbar ist. Der öffentliche Verkehr hat doch für uns da zu sein.“ Im Burgenland füttere man nur die überteuerte Monopolbusverbindung nach Wien.

„Ok, ich habe ein Auto, ich bin derjenige, der abholen und hinbringen muss zur Haltestelle, aber ich bin auch derjenige, der es leid ist, jeden Weg mit dem Auto fahren zu müssen“, so Potzmann, der sich auch für sein Unternehmen Vorteile erwarten würde, wäre der öffentliche Verkehr besser ausgebaut. Mit meinen Restaurierkursen bringe ich dem Land auch zahlreiche Nächtigungen. Ich hätte mit Sicherheit noch mehr Zulauf, wenn es hierher einen vernünftigen öffentlichen Verkehr gäbe“, sagt der Kunsttischler.

Mit seinem Brief will er auch andere „unzufriedene Südburgenländer“ ermutigen, ebenfalls an die zuständigen politischen Stellen zu schreiben. Ideen zur Verbesserung des Verkehrs im Südburgenland hat Potzmann ebenfalls parat: „Die Einrichtung eines Rufsammeltaxi-Systems könnte ich mir vorstellen“, erklärt der Tischler.

Eine Antwort auf seinen Brief hat Potzmann auch bekommen, aber nicht vom Landeshauptmann, sondern vom Büro des zuständigen Landesrates Heinrich Dorner. „Darin geht es leider nur um die Pendler“, erklärt der Litzelsdorfer. „Wir versuchen immer, jedes Schreiben zu beantworten. Wenn es um fachliche Dinge geht, leiten wir Briefe an die zuständigen Stellen weiter, damit diese auch bestmöglich beantwortet werden“, heißt es aus dem Büro des Landeshauptmannes.