Keine neuen Ergebnisse: Die Suche geht weiter. Auch der 16. Versuch, das „Massengrab“ zu finden, blieb erfolglos, die Grabungen werden aber fortgesetzt. Gesamte Verdachtsfläche erstreckt sich auf rund 30 Hektar.

Von Carina Fenz. Erstellt am 13. März 2019 (04:21)
D. Fenz
Gábor Vadász, Eva Schwarzmayer, Horst Horvath, Franz Saurer, Walter Reiss, Nikolaus Franz und Erich Deutsch.

Die Hoffnung war groß, die Enttäuschung hat letztendlich doch wieder einmal überwogen. Zwei Tage lang wurde in der Vorwoche nach den Opfern, der im Jahr 1945 ermordeten ungarischen Juden, in Rechnitz gesucht.

Es war der mittlerweile 16 Versuch das „Massengrab“ zu finden, „abermals blieb die Suche ohne Erfolg. Bis auf eine Granate wurde nichts gefunden“, teilte Grabungsleiter Franz Sauer vom Bundesdenkmalamt mit. „Wir werden natürlich weitermachen“, sagte Sauer.

BVZ
Grabungen in der „Remise“. Die Verdachtsflächen sind mehr als 30 Hektar groß. Dieses Mal wurde in der „Remise“ gegraben.

Die Suche konzentrierte sich dieses Mal auf ein Waldstück namens „Remise“ in Rechnitz. Die Grabungen wurden nach einem Hinweis aus der Bevölkerung aufgenommen. Im Vorjahr hat der Jabinger Erich Deutsch den Hinweis gegeben, dass die Opfer des Massakers nicht an einem bisher angenommenen Ort erschossen worden seien, sondern in einem Bereich, den der Großvater von Deutsch diesem gegenüber als „Judenwaldl“ bezeichnet habe.

Im Vorjahr wurde das Waldstück dann mit Metalldetektoren durchsucht, und nachdem einige Patronen gefunden wurde, beschloss man, die ehemaligen Schützengräben auf einer Länge von 300 Metern komplett auszuheben.

„So eine Fläche kann man nicht von heute auf morgen untersuchen, aber wir werden weiter machen.“ Grabungsleiter Franz Saurer vom Bundesdenkmalamt

Bis auf eine Granate und einen Karabiner wurde aber nichts gefunden.

Die Verdachtsflächen sind insgesamt mehr als 30 Hektar groß - „so eine Fläche kann man nicht von heute auf morgen untersuchen, aber wir werden weiter machen“, kündigt Sauer an. Sobald die finanziellen Mittel in Aussicht gestellt werden, soll die Suche weiter gehen, „das könnte auch noch heuer sein“, weiß Saurer.

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Die Suche konzentrierte sich diesmal auf ein Waldstück namens „Remise“. Zwei Tage wurde dort intensiv nach Spuren des Massakers gesucht. Leider auch diesmal „mit negativem Ergebnis.

Seit Jahren maßgeblich an der Suche nach dem Grab beteiligt ist der Verein RE.F.U.G.I.U.S. „Wir versuchen die Geschichte auch öffentlich zu machen und schauen, dass Leute bereit sind, uns Orte zu sagen, wo das Massaker stattgefunden haben könnte“, erklärt Vereinsmitglied Horst Horvath.