Nach der Teststraße, gleich die Impfstraße?. Ab 10. Dezember werden die Coronavirus-Massentests stattfinden. Auch in der Messehalle in Oberwart wird getestet. Harald Kahr könnte sich auch eine Impfstraße vorstellen.

Von Carina Fenz. Erstellt am 03. Dezember 2020 (05:10)
Planung als große Herausforderung. Amtsleiter Roland Poiger und sein Team arbeiten derzeit auf Hochtouren, die Messehalle für die Coronavirus-Massentests „coronasicher“ zu machen.
BVZ

Von 10. bis 15. Dezember finden im Burgenland die Coronavirus-Massentests statt. Auch in der Messehalle in Oberwart wird getestet, die Vorbereitungen laufen seit Tagen auf Hochtouren.

„Das ist kein ‚Lärcherl‘ so eine Testung vorzubereiten“, meint auch Stadtchef Georg Rosner. „Die Situation ist neu, wir wollen alles richtig machen, vor allem auch, um die Teststraße ‚coronasicher‘ für alle Personen, die zum Test kommen, zu machen“, so Rosner, der aber auch ein wenig Kritik an der Organisation seitens des Landes nicht auslässt.

„Wir wurden zwar von der Abteilung 2 des Landes kontaktiert und haben eine To-Do-Liste bekommen, aber die weitere Organisation des Ablaufes obliegt der Gemeinde. Wir wissen nicht, wie viele Stationen es geben soll, wie viel Personal wir brauchen, wie der genaue Ablauf ist, wie viele Leute in etwa kommen, aber vor allem wissen wir nicht, ob wir die Bevölkerung der Stadt testen oder ob auch Personen aus den umliegenden Gemeinden nach Oberwart kommen“, erzählt Rosner zu Redaktionsschluss am Dienstagabend.

Kein finanzieller Zuschuss

Sauer aufstoßen lässt den Stadtchef aber vor allem, dass das Land keinen finanziellen Zuschuss zu für diesen Mehraufwand vorgesehen hat. „Die Stadt hat enorme Ausgaben und die Einnahmen sinken laufend. Es wäre an der Zeit, sich darauf zu besinnen, einen solchen Kraftakt, wie es diese Coronakrise nun einmal ist, gemeinsam zu meistern“, so Rosner.

Messe-Pächter Harald Kahr hingegen steht bereit und freut sich, dass in seiner Messehalle wieder Betrieb herrscht, auch wenn der Anlass dafür kein fröhlicher: „Für uns ist der Aufbau der Teststraße zwar eine logistische Herausforderung, die aber ohne Probleme in kürzester Zeit bewältigt werden kann. Die Räumlichkeiten wurden bereits geputzt, wir warten auf den Aufbau, der jederzeit starten kann.“

In weitere Folge kann sich Kahr auch vorstellen, dass man in der Messehalle auch eine Impfstraße einrichtet, sobald die Impfungen für die breite Masse nötig sind. „Nachdem Veranstaltungen derzeit ohnehin nicht möglich sind, warum keine Impfstraße, die Voraussetzungen bei uns sind optimal.“